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Notunterkünfte geschlossen
Weniger Flüchtlinge in NRW

Düsseldorf. In NRW werden zahlreiche Notunterkünfte geschlossen. Der Grund dafür: Es kommen immer weniger Flüchtlinge an. 

Nordrhein-Westfalen reagiert mit dem Schließen zahlreicher Notunterkünfte auf den starken Rückgang des Flüchtlingszuzugs nach Deutschland. Wie auch in anderen Bundesländern sollen die vielfach behelfsmäßig eingerichteten Heime und Unterkünfte nach und nach abgebaut werden.

Bis 2017 sollen die derzeit noch 96 Notunterkünfte geschlossen oder zu regulären Unterkünften ausgebaut werden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums für eine bundesweite Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Wir planen 35.000 aktive Plätze für Flüchtlinge vorzuhalten", sagte er weiter. Zusätzlich sollen 10.000 Reserveplätze weitgehend bezugsfertig vorgehalten werden.

Aktuell gibt es in den NRW-Einrichtungen Platz für 58.000 Menschen.
Im Dezember 2015 waren noch mehr als 82.000 Plätze notwendig gewesen, um die Ankommenden unterzubringen.

Nach Schließung der Balkanroute ist die Zahl der neuen Asylsuchenden in Deutschland drastisch gesunken. Im ersten Halbjahr 2016 wurden nur noch 222.264 Neuankömmlinge registriert. Im gesamten Jahr 2015 waren es bundesweit 1,1 Millionen. Viele Unterkünfte, die im vergangenen Jahr bundesweit teils hektisch aus dem Boden gestampft wurden, stehen inzwischen leer.

(lnw, skr)
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