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1000 Gefangene gefährdet
Weniger Selbsttötungen in NRW-Gefängnissen

Weniger Selbsttötungen in NRW-Gefängnissen
Der Innenhof der JVA in Wuppertal-Ronsdorf. (Archiv) FOTO: dpa, obe;Fdt
Düsseldorf. Im Jahr 2017 haben sich in NRW-Haftanstalten bislang weniger Menschen umgebracht als im Jahr davor. 1000 Häftlinge sind nach Angaben des Justizministeriums gefährdet.

Die Zahl der Selbsttötungen in nordrhein-westfälischen Haftanstalten wird 2017 aller Voraussicht nach unter der Vorjahreszahl liegen. Wie das Landesjustizministerium auf Anfrage der Deutschen Presseagentur mitteilte, hat es in diesem Jahr bislang elf Suizide in den insgesamt 36 Gefängnissen des Landes gegeben. Bis zum selben Stichtag 2016 waren es bereits 18 Selbstmörder. Demgegenüber hatte die Gesamtzahl der Selbsttötungen in Haftanstalten im kompletten Jahr 2015 nur bei neun gelegen. Das Thema stand am Mittwoch auf der Tagesordnung des Rechtsausschusses des Landes NRW.

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Die Suizidrate in Haftanstalten sei höher als außerhalb von Gefängnismauern, berichtete ein Ministeriumssprecher. "Es ist bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, um bessere Betreuungs- und Gesundheitsvorsorgekonzepte zu entwickeln." Derzeit würden rund 1000 der etwa 16.000 Gefangenen in den Haftanstalten des Landes in unterschiedlicher Intensität auf Selbstmordgefährdung beobachtet.

(sef/lnw)
 
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