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Sturm und Regen in NRW
Baum fällt durch Sturm auf Oberleitung in Düsseldorf

Wetter in NRW: Regen, Sturm und kältere Temperaturen
Durch den Sturm ist ein Baum auf die Oberleitung der Rheinbahn in Düsseldorf gefallen. FOTO: Gerhard Berger
Düsseldorf. Bedeckter Himmel und stürmische Böen: Das Wetter in NRW fühlt sich am heutigen Dienstag mehr nach Herbst als nach Sommer an. In Düsseldorf ist ein Baum auf eine Oberleitung gekracht.  Von Dana Schülbe

Erste Schauer sind am Dienstagmorgen bereits im Rheinland niedergegangen, außerdem ist es stürmisch.

Der dicke Stamm des Baumes ist gut zu erkennen. FOTO: Gerhard Berger

In Düsseldorf fiel am Dienstagvormittag an der Heresbachstraße ein Baum in die Oberleitung der Rheinbahn. Die Feuerwehr war im Einsatz, die Straße gesperrt. Betroffen waren die Linien 701, 704, U71, U73 und U83. Die Linien fuhren für mehrere Stunden großräumige Umleitungen. Da der Fahrstrom abgeschaltet werden musste, war auch die Haltestelle Karolingerplatz betroffen, teilte die Rheinbahn mit. Es kam zu Verspätungen, gegen kurz nach 15 Uhr konnten alle Bahnen wieder normal fahren.

Der Sturm riss auch diese Markise in Düsseldorf los, die anschließend von der Feuerwehr gesichert werden musste. FOTO: Gerhard Berger

Es dürften nicht die letzten stürmischen Böen des Tages gewesen sein:  "Es liegt derzeit eine Kaltfront über NRW, die langsam Richtung Osten zieht", sagt Malte Witt, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD).

Die Meteorologen rechnen im Rheinland ab Mittag oder frühen Nachmittag flächendeckend mit stürmischen Böen von 55 bis 70 Stundenkilometern. Es können aber auch Sturmböen mit bis zu 80 Stundenkilometern auftreten. Vereinzelt können mit dem stürmischen Wetter auch Gewitter einhergehen. Erst am Abend soll der Wind nachlassen.

Dabei dürfte es nach der Vorhersage im Westen stürmischer werden als in der Osthälfte von NRW. Vereinzelt könne auch mal ein Baum umknicken, "aber wir erwarten keine größeren Schäden in der Fläche", sagt Malte Witt.

Am Mittwoch Temperaturen um die 14 Grad erwartet

"Die Wetterlage ist nicht ganz so gewöhnlich für diese Jahreszeit", erklärt der Meteorologe. "Es mutet eher ein bisschen herbstlich an." Und das wird auch in den nächsten Tagen noch so bleiben. Auch am Mittwoch rechnen die Wetterexperten mit windigem und stürmischen Wetter sowie mit deutlich kühleren Temperaturen als in den vergangenen Tagen: 13 bis 14 Grad. 

Am Donnerstag immerhin wird sich die Lage demnach etwas stabilisieren, und am Nachmittag zeigt sich auch mal die Sonne. Am Freitag allerdings kann es schon wieder regnen. "Das Wetter kommt derzeit aus dem Westen zu uns", sagt Malte Witt. "Und es ist sehr wechselhaft." Dementsprechend wird uns ein Wechsel zwischen trockenen und nassen Tagen wohl auch in der nächsten Zeit erhalten bleiben.

Böen auch im restlichen Deutschland

Gewitter, Regenschauer und heftige Böen sind am Dienstagabend auch über andere Teile Deutschlands gefegt. Nach Angaben des Wetterdienstes von Jörg Kachelmann wurden im schleswig-holsteinischen Glücksburg während eines Gewitters Windgeschwindigkeiten von 119 km/h erreicht. In Deuselbach in der Nähe von Trier (Rheinland-Pfalz) peitschten die Böen den Messungen zufolge mit 96 km/h.

In der Nähe von Bad Hersfeld (Hessen) ließ eine Sturmböe einen Baum auf ein fahrendes Auto herabfallen. Der Fahrer wurde nach Polizeiangaben eingeklemmt. Er wurde von der Feuerwehr befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Auch die Polizei in Rheinland-Pfalz berichtete von diversen Sturmeinsätzen.

 
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