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Wintereinbruch in NRW
Umgestürzte Bäume versperren Autofahrern den Weg

Wetter in NRW: Schnee im Nordosten von Nordrhein-Westfalen
Nach Angaben der Bielefelder Polizei gab es am Dienstagmorgen leichte Verkehrsbehinderungen. Vereinzelt hätten Lastwagen die Autobahnauffahrten nicht bewältigen können. FOTO: dpa, a pzi
Bielefeld. Im Nordosten von Nordrhein-Westfalen hat der Winter Einzug gehalten. Straßen in der Region um Bielefeld sind gesperrt, Bäume stürzten um. Feuerwehr und Straßenmeistereien fuhren in der Nacht zu heute mehrere Einsätze.

Bereits am Montagabend war in Ostwestfalen rund um Bielefeld der erste Schnee gefallen. Probleme machten insbesondere umgestürzte Bäume. Was bei nur geringen Schneemengen kaum nachzuvollziehen ist, erklärt Sven Johanning, Sprecher von Straßen NRW Ostwestfalen-Lippe: "Der Schnee ist nass, schwer und pappig. Unsere Räumfahrzeuge haben damit kein Problem. Wenn er sich aber auf die Blätter der Bäume setzt, stürzen immer wieder Äste hinab. Die Feuerwehren hatten reichlich zu tun."

Besonders heftig ist die Situation im Raum Kalletal. "Derzeit gehen wir davon aus, dass die Landstraße 962 noch bis Freitag unbefahrbar ist", so Sven Johanning. Hier sei eine Vielzahl von Bäumen, vor allem von Privatgrundstücken, auf die Fahrbahn gestürzt.

Gesperrt ist auch die L 861. "Den ganzen Dienstag über stecken drei Schwertransporte fest, die Teile für eine Windkraftanlage geladen haben", sagt Sven Johanning. Die Tieflader mit Überbreite seien in der Nacht nicht mehr vorangekommen. Mittlerweile habe sich die Situation zwar entspannt, allerdings dürfen die Schwertransporter erst ab 22 Uhr wieder fahren. Die Stelle, an der sie derzeit warten müssen, ist nicht passierbar.

Keine Probleme im Bergischen

Der erste Schnee des Jahres im Bergischen FOTO: Stephan B�llesbach

Die Polizei in Bielefeld berichtete am Morgen von kleineren Verkehrsbehinderungen. Vereinzelt hätten Lastwagen Autobahnauffahrten nicht bewältigen können. "Ein Verkehrschaos haben wir aber nicht", betonte ein Sprecher. In Bielefeld musste der Ostwestfalentunnel gesperrt werden. In Detmold registrierte die Polizei zwei bis drei Zentimeter Neuschnee, auch hier sei es auf den Straßen aber zunächst ruhig geblieben. 

Am Dienstag kann es nach Informationen des Deutschen Wetterdienstes schon in Höhen von 100 Metern weiter schneien. Betroffen ist die Osthälfte von NRW. Dann klare es auf und die Nässe könne überfrieren. Experten des Deutschen Wetterdienstes warnen vor glatten Straßen.

In Südwestfalen und im Bergischen melden die Niederlassungen von Straßen NRW keine Probleme. "Lediglich in den allerhöchsten Lagen hatten wir ganz leichten Schneefall", so Sabrina Kieback, Sprecherin von Straßen NRW für das Bergische Land." Auch in den nächsten Tagen rechnen wir nicht mit einer Verschärfung. Es soll ja wieder wärmer werden."

Noch nicht genug Schnee für Wintersport

Für Wintersport- und Winterspaß reicht der ersten Schnee in Nordrhein-Westfalen nur bedingt. "Auf dem Kahlen Asten liegen derzeit zehn Zentimeter Neuschnee", sagt Julian Pape, Projektleiter der Wintersportarena Winterberg mit Blick auf den 843 Meter hohen Berg. "Das reicht zum Rodeln und um einen Schneemann zu bauen, allerdings nicht fürs Skifahren."

Die Zeit, um die Schneekanonen anzuwerfen, ist für die Wintersport-Experten aus dem Sauerland noch nicht gekommen. "Theoretisch geht das ab Temperaturen von minus zwei Grad in der Nacht", so Julian Pape, "im Moment wäre das allerdings nicht wirtschaftlich. Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Tagen wieder wärmer wird. Dann würde der teuer produzierte Schnee schmelzen und keiner hätte etwas davon."

Einen festen Saisonauftakt gibt es in Winterberg nicht. "Wenn in drei Wochen 20 Zentimeter Neuschnee fallen, kann es aus unserer Sicht losgehen", sagt Pape, "spätestens ab dem 10. Dezember werden wir bei ähnlichen Bedingungen in die Saison starten." Frühester Start in die Ski-Saison sei im Jahr 1998 gewesen. "Da hat es am 15. November 30 Zentimeter geschneit."

Im nur wenige Kilometer entfernten Willingen laufen die Schneekanonen hingegen schon. "Allerdings nur an der Mühlenkopfschanze", so Pape. Dort gäbe es Möglichkeiten, den Schnee vor Wärme zu schützen. Vom 27. bis zum 29. Januar findet der Skisprung-Weltcup in dem nordhessischen Ort statt.

(sef/lnw)
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