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Wetterwarnung
Mehrere Unfälle wegen glatter Straßen in NRW

Der Winter tobt über Deutschland
Der Winter tobt über Deutschland FOTO: dpa, bod pil
Düsseldorf. Überfrierende Nässe und Schneefall haben am Mittwochmorgen für Behinderungen im Berufsverkehr gesorgt. Es kam zu Unfällen und Staus. Autofahrer müssen noch den ganzen Tag über mit glatten Straßen rechnen.

Schnee, Regen und Eis haben am Mittwochmorgen für mehrere Unfälle. In Nümbrecht im Oberbergischen Kreis kam ein Bus auf abschüssiger Strecke bei Schneeglätte von der Fahrbahn ab. Dabei seien der Fahrer und weitere sieben Menschen leicht verletzt worden, unter ihnen auch Schulkinder, sagte ein Polizeisprecher. In Wermelskirchen gab es einen Unfall mit einem Linienbus. In Remscheid kam es aus eisglatter Straße zu Stau, mehrere Busse fuhren verspätet.

Auf der Landstraße 194 bei Euskirchen wurden sieben Menschen bei einem Unfall mit einem Schulbus leicht verletzt - auch hier sollen Schüler unter den Verletzten sein, hieß es. Auf der Bundesstraße 265 bei Zülpich krachte ein Bus gegen einen Baum. Der Fahrer sei schwer verletzt worden, ein Fahrgast erlitt leichte Verletzungen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Lastwagen stellen sich quer

Auf der Autobahn 2 verunglückte ein Lastwagen zwischen Herford und Vlotho. Der Anhänger blockierte zwei Spuren, die Autobahn musste in Fahrtrichtung Hannover gesperrt werden. Der Fahrer wurde mit Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Auch die A44 in Richtung Dortmund musste wegen eines Unfalls in Höhe von Lichtenau gesperrt werden. Ein Lastwagen stand nach einem Unfall auf rutschiger Fahrbahn quer.

Im Raum Detmold und bei Duisburg mussten Straßen wegen Schneefall und Hagel gesperrt werden. Streufahrzeuge waren im Einsatz. Es gab mehrere kleine Unfälle. Auch andernorts, etwa um Dortmund und in Hamm gab es am frühen Morgen zahlreiche witterungsbedingte Einsätze der Polizei.

Auf den Autobahnen gab es teils lange Staus, da etwa beschädigte Fahrzeuge geborgen werden mussten. Unter anderem auf der A1 zwischen Wuppertal Langersfeld und Wermelskirchen bildete sich nach einem Unfall ein kilometerlanger Stau.

In Düsseldorf war die Lage auf den Straßen laut Polizei am Morgen ruhig. "Innerhalb der Stadt gibt es bislang keinen Unfall", sagte ein Sprecher unserer Redaktion. Auf den Autobahnen rund um Düsseldorf habe es einige kleinere Unfälle gegeben, weil Autos ins Rutschen geraten waren. In Mönchengladbach gab es laut Polizei im Stadtgebiet bislang keine Unfälle wegen Glatteis.

Wo genau sich der Verkehr derzeit besonders stark staut, sehen Sie in unserer interaktiven Stau-Karte. Einfach näher an die gefragte Strecke heranzoomen und nachgucken.

Legende
  • grün = freie Fahrt
  • orange = hohes Verkehrsaufkommen
  • rot = stockender Verkehr
  • dunkelrot = Stau

Verspätungen am Flughafen

Am Flughafen Köln-Bonn musste der Betrieb am Morgen für etwa eine Stunde eingestellt werden. Zwischen 6.25 Uhr und 7.45 Uhr habe es keine Starts und Landungen gegeben, sagte eine Sprecherin dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Auch nach dem Ende der Räumarbeiten sei es am Vormittag noch zu Verspätungen gekommen.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge kann es noch den ganzen Tag über schneien. Der DWD hat für ganz NRW eine Warnung vor Glätte durch Schneefall herausgegeben. Sie galt zunächst bis 8 Uhr, wurde aber mittlerweile bis 18 Uhr verlängert. Hier lesen Sie, wie Sie bei Schnee und Glätte sicher Auto fahren.

Eine Frau wartet in Düsseldorf auf die Strassenbahn. FOTO: dpa, mg axs

Für den südlichen Teil von NRW, also Düsseldorf, das Bergische Land und den Raum Aachen, hat der DWD zudem eine Warnung vor Sturmböen herausgegeben. Im Zuge von Regen- und Schneeschauern können Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern auftreten.

Mindestens noch bis Donnerstag wird uns das ungemütliche Wetter erhalten bleiben. Seit Dienstagvormittag zieht von Westen der Regen über NRW hinweg. Dabei können sich einzelne Gewitter entwickeln, Schauer und Graupelschauer sind auch dabei. 

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Deutsche Bahn warnt Fahrgäste

Die Deutsche Bahn warnte ihre Fahrgäste im Internet vor möglichen Einschränkungen im Südwesten wegen möglicher orkanartiger Stürme am Mittwoch und Donnerstag: "Aus Sicherheitsgründen behalten wir uns die Reduktion der Höchstgeschwindigkeit unserer Züge und im Einzelfall auch die Einstellung des Bahnbetriebs vor."

(lsa/mro/dpa)
 
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