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Unwetter
Wetterdienst warnt vor Sturmböen in NRW

Wetter in NRW: Wetterdienst warnt vor Sturmböen - Herbststurm
Ein Regenschirm im Wind (Symbolfoto). FOTO: dpa, dpa
Offenbach/Düsseldorf. Heute wird es ungemütlich in NRW. Meteorologen rechnen mit dem ersten Herbststurm des Jahres. Er bringt Regen und starken Wind mit. Für ganz Nordrhein-Westfalen gilt eine Warnung vor Sturmböen. 

Von wegen Altweibersommer - jetzt kommt der Herbst. Die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erwarten für Mittwoch einen verregneten und stürmischen Tag. Für NRW wurde eine Warnung vor Sturmböen herausgegeben. Konkret rechnet der DWD mit Böen mit einer Geschwindigkeit zwischen 65 und 85 km/h. 

Der Tag begann zunächst dicht bewölkt und regnerisch. Nach Abzug der Schauer erwarten die Meteorologen tagsüber trockenes Wetter, am Abend soll neuer Regen einsetzen. Dazu wird es zwischen 16 und 20 Grad warm. Die Experten erwarten verbreitet stürmische Böen oder Sturmböen, auf Berggipfeln sowie vom Münsterland bis nach Ostwestfalen können schwerer Sturmböen auftreten. 

Geringe Schäden in NRW

"Der erste Sturm in diesem Herbst ist vergleichsweise früh dran", sagte ein DWD-Meteorologe in Offenbach. Die Sturmwarnung gilt für ganz Deutschland. Die Experten warnen im Norden vor einer Sturmflut. Schleswig-Holsteins Feuerwehren erklärten, sie seien auf "Sebastian" vorbereitet. Der Höhepunkt wurde für den Nachmittag erwartet. Zuvor traf der Sturm bereits die Niederlande. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol kam es zu starken Behinderungen. Auch in Deutschland kam es zu ersten Störungen, etwa im Bahn- und Fährverkehr.

Die Meteorologen erwarteten vor allem an der Nordsee Orkanböen bis 120 Stundenkilometern, was der höchsten Windstärke 12 entspricht. In Schauer- und Gewitternähe seien dort sogar Orkanböen bis 140 km/h möglich. Für Hamburg wurden orkanartige Böen mit bis zu 117 km/h vorausgesagt. Später könne es auch an der Ostsee zu schwerem oder orkanartigem Sturm kommen.

Todesfall in Hamburg

 

Ein Passant ist in Hamburg bei starkem Wind von einem umfallenden Baugerüst erschlagen worden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatte sich das Gerüst vermutlich in Folge starker Windböen vom Dach eines siebengeschossigen Bürogebäudes gelöst. Der 38 Jahre alte Mann sei von den Gerüstteilen getroffen und lebensgefährlich verletzt worden. Am Nachmittag sei er dann seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit.

 

Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sollten im Elbegebiet und an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste das Abend-Hochwasser beziehungsweise das Nacht-Hochwasser eineinhalb bis zwei Meter höher sein als das mittlere Hochwasser. Der Wetterdienst erwartete bis zu sieben Meter hohe Wellen in der Deutschen Bucht.

In NRW hat der Sturm bislang nur geringe Schäden angerichtet. In mehreren Regionen knickten Bäume um und versperrten Straßen oder blockierten Bahnschienen. Zwischen Wuppertal und Köln kam es zu Verspätungen, weil Äste auf die Oberleitung gefallen waren. In Grefrath fiel ein Baum auf ein Auto.

Auslöser des Sturms ist das Tief "Sebastian", das von Norden her heranzieht. Am Donnerstag bremsen die Alpen das Tief aus. Das beschert der Region beständiges Wetter, nämlich Dauerregen. Am Nachmittag könne es auch zu kurzen Gewittern kommen, sagen die Meteorologen.

(lsa/dpa)
 
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