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NRW
Der Sommer kommt - aber erst im Juli

Wetter NRW: Hitzewelle kommt - aber erst im Juli
Ein Besuch im Biergarten ist derzeit nur etwas für Hartgesottene. FOTO: dpa, shp jai kno
Berlin/Düsseldorf. Zum kalendarischen Sommerbeginn sah es am Sonntag in NRW eher nach Herbst aus, und auch in den kommenden Tagen bleibt es grau und nass.

Mehr als 15 bis 19 Grad gönnt das Thermometer dem Rheinland nicht, sagt Karsten Kürbis vom Wetterdienst Meteogroup. "Es bleibt in der ersten Wochenhälfte wechselhaft mit schauerartigen Regenfällen und Wolken", so der Meteorologe.

Doch wann wird es endlich richtig Sommer? Wohl erst im Juli, doch wärmer wird es bereits ab Mittwoch. "Dann wird es deutlich trockener bei 20 Grad, damit wären wir dann im Bereich der Normalwerte", sagt Kürbis. Die gute Nachricht: Kälter als am heutigen Montag wird es nicht mehr. Und glaubt man der Siebenschläferregel, dann bestimmt das Wetter Ende Juni die nächsten sieben Wochen. "Dann sind wir über die kühle Phase schon hinaus, und es ist etwas wärmer. Wenn die Regel zutrifft, kommt im Juli also endlich der Sommer", sagt Kürbis.

Der Experte rät, die kühleren Tage doch einfach zu genießen, denn wenn es erst einmal warm wird, dann mit schwüler Luft und schweißtreibenden Temperaturen - und das ist dann auch nicht wieder jedem recht, wie eine aktuelle Umfrage von YouGov zeigt. Demnach bevorzugen die Deutschen mäßige Wärme. Bei einer Außentemperatur von 22,7 Grad fühlt sich der durchschnittliche Bundesbürger am wohlsten. Zu warm ist es Befragten ab einer Durchschnittstemperatur von 29,6 Grad.

Dabei zeigten sich ältere Menschen in der repräsentativen Online-Befragung weniger hitzeempfindlich als jüngere. Während es für die 18 bis 24-Jährigen ab 28,8 Grad unangenehm wird, ist diese Grenze bei den Über-55-Jährigen erst bei 30 Grad erreicht. Für mehr als drei Viertel der Deutschen muss der Wunschsommer nicht durchgehend warm und trocken sein. So freuen sich 77 Prozent der Befragten, wenn es auch mal regnet. Einen plötzlichen Wetterwechsel empfinden 83 Prozent als unangenehm. Dabei macht solch ein Umschwung Frauen (87 Prozent) mehr zu schaffen, als Männern (81 Prozent).

Befragt wurden 1286 Bürger in der Zeit vom 12. bis 16. Juni.

(jeku/dpa)
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