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Stadt Essen fordert Rauchverbot
Wie gefährlich ist der Aufenthalt in einer Shisha-Bar?

Stadt Essen fordert Rauchverbot: Wie gefährlich ist der Aufenthalt in einer Shisha-Bar?
In Shisha-Bars werden Wasserpfeifen geraucht (Symbolbild). FOTO: dpa
Düsseldorf. Die Stadt Essen fordert ein Rauchverbot von Shishas, weil von ihnen angeblich eine hohe Gesundheitsgefahr ausgeht. Auch in Düsseldorf und Köln kommt es immer wieder zu Atemgift-Alarmen. Wie gefährlich ist der Aufenthalt in einer Shisha-Bar? Ein Sprecher der Feuerwehr Köln gibt Antworten.   Von Susanne Hamann

In der Druckkammer des Düsseldorfer Uni-Klinikums mussten in den ersten sechs Wochen 2017 mehr Notfälle mit Kohlenmonoxid-Vergiftung behandelt werden als im gesamten vergangenen Jahr zusammen. Die Patienten sind in den meisten Fällen junge Menschen, die sich in Shisha-Bars aufgehalten haben. Immer wieder werden in diesen Bars Atemgift-Alarme ausgelöst und die Feuerwehr muss anrücken. 

Auslöser für die giftige Atemluft ist Kohlenmonoxid. "Es entsteht bei einer unvollkommenen Verbrennung", sagt Christian Heinisch, Sprecher der Feuerwehr Köln. Ähnlich wie bei einem Grill, werden in den Wasserpfeifen Kohlestücke zum Glühen gebracht.

Dieses Glühen ist eine unvollkommene Verbrennung und produziert Kohlenmonoxid als Nebenprodukt. "Wie viel davon entsteht, hängt von der Menge der Shishas im Raum ab", sagt Heinisch. "Außerdem ist die Konzentration höher, je näher man an der Glut dran ist." 

Das gefährliche an der chemischen Verbindung: Sie ist farb- und geruchslos und wird deswegen nicht bemerkt. "Wer davon zu viel einatmet, wird erst müde und abgeschlagen, bekommt Kopfschmerzen und Schwindel. Im schlimmsten Fall kann erst Bewusstlosigkeit und letztlich der Tod eintreten", sagt Heinisch. 

Stadt Essen will schärfere Regeln

Wie hoch die Konzentration von Kohlenmonoxid in der Luft ist, kann durch spezielle Messgeräte ermittelt werden. Nachdem Mitarbeiter des Ordnungsamtes Essen in einer Bar einen siebenfach über dem zulässigen Grenzwert liegenden Wert ermittelt haben, fordert die Stadt nun strengere Gesetze, das berichtet die "WAZ". Demnach verlangt die Stadt, das Rauchverbot auch auf den Konsum für Shishas auszuweiten. 

Ob das nötig ist, dazu will sich Heinisch nicht äußern. "Man kann das nicht verallgemeinern. Shisha-Bars sind erst einmal gefahrlos, es hängt von der Konzentration in der Luft ab und vom Belüftungssystem in dem Lokal." Denn ein ordentlicher Durchzug reiche aus, um die Konzentration des Atemgiftes zu reduzieren.

"Gleichzeitig kann man sagen, wenn ein kerngesunder Mensch nach 30 Minuten in einer Shisha-Bar merkt, dass er Kopfschmerzen und Übelkeit bekommt, dann kann man schon hellhörig werden. Auch wenn man einräumen muss, dass diese Effekte genauso gut am Alkoholkonsum oder anderen Dingen liegen kann."

(ham)
 
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