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Witten
Polizisten bei Festnahme bedroht – Verdächtige werden vernommen

Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte 2016
Fälle von Gewalt gegen Einsatzkräfte 2016
Witten. Nach dem Angriff auf einen Zivilfahnder und der Bedrohung von Polizisten in der Ruhrgebietsstadt Witten werden die Beteiligten von der Polizei vernommen. Es werde außerdem geprüft, ob eine versuchte Gefangenenbefreiung vorliege.

Das sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Bei der Festnahme eines Mannes waren mehrere Polizisten von bis zu 25 Leuten bedroht und bedrängt worden. Die Gruppe forderte die Freilassung des 19-Jährigen, der laut Polizei einen Zivilfahnder geschlagen und gegen den Kopf getreten haben soll.

Zuvor hatte der 42 Jahre alte Polizist, der als Zivilfahnder im Einsatz war, eine 18-Jährige vor Übergriffen des Verdächtigen schützen wollen. Er wurde nach der Attacke im Krankenhaus ambulant behandelt. Über das Wochenende sei er dienstunfähig gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Wann der Polizist wieder in den Dienst zurückkehren kann, war zunächst unklar.

Der tatverdächtige 19-Jährige verbrachte eine Nacht in Polizeigewahrsam. Gegen ihn wird unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung, gefährlichen Körperverletzung sowie des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

(lsa/lnw)