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Neues Stellwerk
Ende der Sperrung naht - Testzüge fahren in Wuppertal

Wuppertal: Ende der Sperrung naht - Testzüge fahren
Blick auf Gleise in Wuppertal. FOTO: dpa, pg abl
Wuppertal. Pendler aus der Region können es wohl kaum erwarten: Es dauert noch eine Woche, bis in Wuppertal wieder Züge fahren. Jetzt wird schon getestet, ob das neue Stellwerk richtig funktioniert.

Nach wochenlangen Bauarbeiten an den Gleisen fahren in Wuppertal seit Mittwoch zu Testzwecken erste Züge. Nach Angaben einer Bahnsprecherin sind auf der Strecke Gleisarbeitsfahrzeuge unterwegs. Damit werde überprüft, ob Weichen, Signale und das neue Stellwerk richtig arbeiten. Seit Mitte Juli müssen Zehntausende Pendler täglich von und nach Wuppertal den Schienenersatzverkehr nutzen. Am 30. August ab 4 Uhr in der Frühe sollen alle Bahnen wieder fahren. Die Bauarbeiten verliefen nach Plan, versicherte die Bahn.

Probefahrten dauern mehrere Tage

Zuvor müssen die neu gebauten Anlagen auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden. Die Sprecherin betonte, es gebe 521 verschiedene Fahrbefehle. Die Probefahrten beginnen im Westen von Wuppertal. "Und dann arbeiten wir uns Schritt für Schritt durch den gesamten Bahnknoten Wuppertal", sagte sie. Für die Probefahrten sind die Experten mehrere Tage im Einsatz.

Während des Bahnstopps bereits in den Osterferien und jetzt in den Sommerferien wurde ein neues Stellwerk eingerichtet. Die 32 Millionen Euro teure neue Anlage ersetzt drei über 50 Jahre alte Einrichtungen und soll zuverlässiger arbeiten. Ein Stellwerk ist eine Art regionale Kommandozentrale für den Schienenverkehr: Jeder Zug - ob ICE oder Regionalbahn - wird von dort gesteuert. Die neue Anlage habe eine viel größere Kapazität, betont die Bahn. Das habe zur Folge, dass in den Hauptverkehrszeiten die Züge weniger im Stau stehen, weil sie im Stellwerk flexibler gesteuert werden können.

Wuppertal völlig vom Bahnverkehr abgeschnitten

Wegen der Arbeiten an der Strecke müssen seit dem 16. Juli Pendler aus der Region Ersatzbusse nehmen, Fahrgemeinschaften organisieren oder mit dem Auto fahren. Die 350.000 Einwohner große Stadt Wuppertal ist völlig vom Schienennetz abgeschnitten.

Nach heftiger Kritik an dem Angebot während der Osterferien haben die Verkehrsunternehmen den Ersatzverkehr deutlich ausgeweitet. So fahren stündlich bis zu acht Schnellbusse zwischen Wuppertal und dem etwa 30 Kilometer entfernten Düsseldorf. Pendler berichteten, das Angebot habe sich deutlich verbessert.

(lsa/lnw)
 
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