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Der Herbst kommt
10 Gründe, warum wir den Sommer nicht vermissen werden

Zehn Gründe, warum wir den Sommer nicht vermissen werden
Ein Bild, wie wir es im Sommer leider zu oft gesehen haben. FOTO: dpa, fru tba
Düsseldorf. Heute ist meteorologischer Herbstanfang. Die warme Jahreszeit verabschiedet sich langsam und es wird wieder früher dunkel. Schade? Keineswegs! Wir nennen zehn Gründe, warum der Abschied vom Sommer gar nicht so traurig ist. Von Marcel Romahn

  1. Der Wetterumschwung

    Der Sommer hatte alles: Höchstwerte von knapp 36 Grad und Bibber-Temperaturen von 15 Grad oder noch weniger – und das von einem Tag auf den anderen. Ein ewiges Auf und Ab, nicht nur für das Thermometer, sondern auch für die Gesundheit.
     
  2. Im Auto

    Morgens die Heizung gegen Kälte anmachen, nachmittags die Klimaanlage gegen brütende Hitze – Fahrer und Autobatterie hatten im Sommer eine lange Leidenszeit. Übrigens: Auch Bahnreisende konnten da ein Wörtchen mitreden.
     
  3. Der Geruch

    Leider führte die extreme Hitze zuweilen auch zu unangenehmen Nebenerscheinungen. Bei manchen Mitbewohnern, Mitfahrern oder Arbeitskollegen versagte das Deodorant. Da half oft nur ausreichend Sicherheitsabstand.
     
  4. Der Schlaf

    Nicht nur Regen, sondern auch Hitzegewitter waren in der Nacht regelmäßige Begleiter. Zwar bringt auch der Herbst einiges an Regen mit, reißt Schlafende jedoch nicht ständig mit Blitz und Donner aus den Federn.
     
  5. Die Kleidung

    Schluss mit Zwiebelprinzip, Schluss mit der Frage: T-Shirt oder Pulli (oder beides)?. Von nun an können wir die Übergangskleidung, die wir eigentlich seit Anfang März am Körper haben, auch mit Überzeugung tragen.
     
  6. Die Bräune

    Während sich in diesem Sommer höchstens die Urlaubs-Heimkehrer durch eine dauerhafte, gleichmäßige Urlaubsbräune auszeichneten, werden sich die Daheimgebliebenen von nun an in der kollektiven Blässe nicht mehr so schlecht fühlen.
     
  7. Das Essen

    Klebriges Schokoeeis oder zuckrige Erfrischungen - jede Nascherei führte schnell zu Gewissensbissen, hatte man ja schließlich gerade erst seinen Körper nach mühsamen Fitnessstudio-Besuchen in Form gebracht (völlig umsonst). Im Herbst daegegen ist der Kakao mit Sahne quasi gesetzlich erlaubt.
     
  8. Die Plage

    Der Sommer war eine Zeit der Furcht. Die Angst vor den fliegenden, pieksenden Teufeln heimgesucht zu werden, war Dauerthema. "Mückenplage" lautete der Fachbegriff. Die kam zwar nie, die Furcht jedoch blieb. Ab jetzt: eine große Sorge weniger.
     
  9. Der Feierabend

    Morgens lockte der Fake-Sommer mit Sonne pur und Wärme. Und pünktlich zum Feierabend ließ er die Maske fallen: mit Regen und Windböen. Der Herbst ist zwar nicht unbedingt angenehmer, dafür aber weitaus ehrlicher.
     
  10. Die Meckerei

    In der U-Bahn, im Wartezimmer, auf der Straße – überall beklagten sich die Leute. Besonders in diesem Sommer hatten die Motzer Hochkunjunktur. Zu heiß, zu kalt, zu nass, zu stürmisch, zu dunkel, zu grell, Sonnenbrand, Schweiß, alles doof. Nun gehen die Miesmacher endlich wieder in den Winterschlaf.