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Drama im Dortmunder Zoo
Pinguin tot im Flamingogehege gefunden

Zoo Dortmund: Toter Pinguin im Flamingogehege gefunden
"Kein Durchgang": Am Gehege der Humboldt-Pinguine im Dortmunder Zoo wird ermittelt. FOTO: dpa, a htf
Dortmund. Im Dortmunder Zoo hat es erneut einen Todesfall gegeben. Mitarbeiter haben im Flamingogehege einen toten Pinguin gefunden. Zwei weitere Vögel werden vermisst.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatten Mitarbeiter des Dortmunder Zoos am Montag den Verlust dreier Humboldt-Pinguine gemeldet. Die Polizeibeamten endeckten kurz darauf einen toten Pinguin im Flamingogehege. Die anderen beiden Jungtiere fanden die Ermittler nicht mehr im Zoo.

Die Dortmunder Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Es wird geprüft, ob möglicherweise ein Diebstahl der Pinguine und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegen könnten. Ebenso ist nicht auszuschließen, dass die Ermittlungen eine Flucht der Tiere und somit ein Unglück bestätigen.

"Das trifft uns ins Herz", sagt Zoodirektor Frank Brandstätter am Dienstagnachmittag. Besonders die Pfleger, die die Tiere in den letzten zwölf Monaten seit der Geburt betreut haben, seien traurig. Außer dem toten Pinguin sind zwei Tiere verschwunden. Das Trio galt als großer Nachzuchterfolg für den Zoo mit jetzt noch 13 Humboldtpinguinen. "Wir können uns das ganze nicht erklären, es ist für uns nicht nachvollziehbar", sagt Brandstätter. Welche Verletzungen zum Tod des Pinguins geführt haben, konnte der Zoodirektor am Dienstag noch nicht sagen.

Ein Humboldt-Pinguin in seinem Gehege im Dortmunder Zoo. FOTO: dpa, a htf

Seelöwin "Holly" im November tot aufgefunden

Anfang November war im Dortmunder Zoo die Seelöwin "Holly" tot aufgefunden worden. Wie das Tier ums Leben kam, ist auch knapp einen Monat später noch unklar. Zunächst wurde vermutet, dass die Seelöwin von einem Einbrecher erschlagen wurde. Dieser Verdacht erhärtete sich aber nicht.

Der Zoo dagegen schließt einen Unfall weiterhin aus. Der Verdacht nach der Obduktion: Fremde sollen der Seelöwin nachts den Schädel zertrümmert und drei Zähne ausgeschlagen haben. Eine Tierärztin hatte eine Gewalteinwirkung auf den Schädel festgestellt und einen stressbedingten Tod durch Misshandlungen als Möglichkeit angegeben. Die Polizei hatte allerdings anhand der Spurenlage rund um das Gehege einen Eindringling ausgeschlossen.

Im August waren drei Zwergseidenäffchen und zwei Zwergagutis aus dem Zoo gestohlen worden. Brandstätter kündigte am Dienstag an, die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Zoo weiter zu verstärken. Erste Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden. Ein Sicherheitsdienst ist rund um die Uhr im Einsatz. Weitere Details wollte er nicht nennen.

Aber auch in anderen Tierparks von Nordrhein-Westfalen wurden Äffchen gestohlen. In Krefeld waren es im Juli drei Goldene Löwenaffen. In Reichshof (Oberbergischer Kreis) entwendeten unbekannte Täter am Sonntag oder Montag acht Totenkopfäffchen. Aus diesem Tierpark waren schon Anfang des Jahres Totenkopfäffchen geklaut worden.

Im Dortmunder Zoo reißen die Hiobsbotschaften seit mehreren Wochen nicht ab. Vor "Holly" und dem toten Pinguin und ging es um "Vuai". Im Oktober war der Giraffenbulle beim Transport nach Portugal an einem Kreislaufversagen gestorben. Der Fahrer des Transporters hatte das Tier zurück in den Zoo gebracht, als "Vuai" sich bei der Fahrt hingelegt hatte. Diese Haltung ist für Giraffen lebensbedrohlich. Zoo-Arzt und Pflegern gelang es nicht, den sechsjährigen Bullen wieder aufzustellen. Das Tier starb.

Hinweise zum Fall des Pinguins nimmt die Dortmunder Polizei unter der Telefonnummer 0231-132-7441 entgegen.

(rl)
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