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Entgleister ICE in Dortmund
Zugverkehr noch mindestens zwei Wochen eingeschränkt

Nach ICE-Unfall in Dortmund: Zug wird abtransportiert
Dortmund. Die Folgen des ICE-Unfalls im Dortmunder Hauptbahnhof haben massive Auswirkungen auf den Bahnverkehr in NRW. Bei dem Unfall wurden mehrere Weichen beschädigt, die nun ausgetauscht werden müssen. Die Reparaturen dauern mindestens noch zwei Wochen. 

Die Untersuchungen der DB-Experten dauern weiter an, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens vom Mittwoch. Fest stehe bislang, dass die Schäden an den Weichen erheblich seien. Mindestens sechs Weichen müssen voraussichtlich vollständig erneuert werden, zwei weitere müssen repariert werden. Auch Schäden an der Leit- und Sicherungstechnik sowie an Schienen, Schwellen und Schotter müssen behoben werden.

Der ICE war am Montagabend auf dem Weg von Düsseldorf nach Berlin kurz vor dem Bahnsteig in Dortmund aus dem Gleis gesprungen. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Die beiden schwer beschädigten Wagen sind inzwischen mit Kränen wieder auf die Gleise gehoben und abtransportiert worden.

Der Austausch der Weichen führt dazu, dass der Zugverkehr rund um den Dortmunder Hauptbahnhof für mindestens zwei Wochen eingeschränkt bleibt. Seit Dienstag (2. Mai) hat die Deutsche Bahn bereits die meisten Gleise wieder für den Betrieb freigegeben, um die Einschränkungen auf den Zugverkehr so gering wie möglich zu halten. 

Mehrere Linien weiterhin gestört

Am Mittwochmorgen sind die Bahnsteige 6/7 und 8/10 am Dortmunder Hauptbahnhof weiterhin gesperrt. Auf Gleis 10 war der ICE entgleist. An den übrigen Gleisen läuft wieder alles normal, weshalb viele Züge wieder nach Plan fahren. 

Einige Linien fallen aber weiterhin aus, so dass sich Reisende und Pendler weiter auf Einschränkungen einstellen müssen. In Richtung Bochum, Witten und Dortmund-Hörde ist nach Auskunft der Bahn bis auf weiteres kein Zugverkehr möglich. Einen Überblick darüber, welche Linien betroffen sind, gibt es hier.

Zur Unfallursache kann die Deutsche Bahn derzeit noch keine Angaben machen. Wir unterstützen die ermittelnden Behörden mit allen Kräften bei den Untersuchungen.

Reisende sollten im Großraum Dortmund weiterhin mit Zugverspätungen rechnen und ggf. mehr Zeit einplanen

(siev)
 
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