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Düsseldorf und Grevenbroich
Drei Massenschlägereien mit Verletzten

Massenschlägerei bei Schützenfest in Grevenbroich
Massenschlägerei bei Schützenfest in Grevenbroich FOTO: Daniel Bothe
Grevenbroich. Großeinsätze für die Polizei: Bei einem Schützenfest in Grevenbroich kam es zu einer Prügelei mit rund 60 Beteiligten und mehreren Verletzten. In Düsseldorf wurden vier Polizisten verletzt, als sie einen Familienstreit schlichten wollten. In Essen gab es eine Schlägerei zwischen 100 Personen. 

Bei einem Schützenfest im Grevenbroicher Stadtteil Neuenhausen ist es am frühen Sonntagmorgen zu einer Massenschlägerei vor dem Festzelt gekommen. Die Polizei musste mit einem Großaufgebot anrücken, um die Situation in den Griff zu bekommen. Auf dem Kirmesplatz wurden die Beamten nach eigenen Angaben von 50 bis 60 stark alkoholisierten Personen teils angegangen. Die Polizei forderte daraufhin Verstärkung an und setzte Hundeführer sowie Pfefferspray ein, um die Streithähne zu trennen. Laut Schützenfest-Besuchern gab es mehr als ein Dutzend Leichtverletzte. Offizielle Angaben wurden dazu nicht gemacht.

Insgesamt waren 20 Streifenwagen-Besatzungen sowie Feuerwehr- und Rettungskräfte vor Ort. Der Einsatz dauerte bis 5 Uhr. Drei Randalierer wurden in Polizeigewahrsam genommen und gestern wieder entlassen. Das teilte die Kreisleitstelle der Polizei in Neuss mit. Auslöser für die Massenschlägerei war laut Aussagen von Fest-Besuchern eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen vor dem Festzelt. Dabei sei ein Glas geworfen worden, dann sei die Situation eskaliert. Allerdings äußerten einige Fest-Gäste auch Kritik am Vorgehen der Polizei.

An den Paraden und weiteren Feierlichkeiten halten die Schützen in Grevenbroich-Neuenhausen fest. "Wir lassen uns davon unser Fest nicht kaputt machen", sagt Ingrid Fischer, zweite Geschäftsführerin der Bruderschaft. Die Schützen hoffen jetzt unter anderem, dass es wegen der Vorfälle keine Konsequenzen - zum Beispiel ein Glasverbot - für das nächste Jahr gibt.

In Oberbilk mussten Beamten einen Familienstreit schlichten, als die Lage eskalierte. FOTO: Kai Juergens

In Düsseldorf wurden vier Polizisten verletzt, als sie in der Nacht zum Samstag einen Familienstreit im Stadtteil Oberbilk schlichten wollten. Nachbarn hatte den Notruf gewählt, weil sich Männer lautstark auf der Straße stritten. Als die Beamten vor Ort eintrafen, schlug einer der Männer auf die Heckscheibe eines Autos ein, bis diese zerbrach. Den Polizisten erklärte er, er sei Kampfsportler und werde sie fertigmachen - und ging zum Angriff über. Als die Beamten den Mann fixieren wollten, gingen Familienmitglieder auf die Polizisten los. Sie sprangen den Beamten in den Rücken, schlugen mehrfach mit der Faust zu.

Selbst als ein Polizist auf dem Boden lag, wurde er malträtiert. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray konnten die Attacken gestoppt werden. Die herbeigerufene Verstärkung brachte die Situation unter Kontrolle. Bilanz des Großeinsatzes mit rund 15 Streifenwagen: Vier Polizisten wurden verletzt, drei Männer (17, 27 und 33 Jahre alt) festgenommen, gegen einen von ihnen lag ein Haftbefehl wegen Körperverletzung vor. Die Beamten wurden verarztet, wollten sich aber nicht krankschreiben lassen.

In Essen gab es ebenfalls bei einem Familientreffen Streit, der in eine Massenschlägerei ausartete. 

(abu/draxl/ujr)
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