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Essen
Petra Hinz greift Justizminister Kutschaty an

Essen. Die umstrittene SPD-Politikerin Petra Hinz (54) hat gegen den Essener SPD-Chef, NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, schwere Vorwürfe erhoben. "Kutschaty hat mich endgültig zum Abschuss freigegeben", sagte sie der "Westdeutschen Zeitung". Hinz, die sich demnach in stationärer Behandlung befindet, warf ihm vor, Absprachen nicht eingehalten zu haben. Sie bekräftigte, dass sie ihr Bundestagsmandat niederlegen und ihren Rücktritt Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) darlegen werde, sobald sie die Klinik verlassen könne. Den Zeitpunkt bestimmten aber die Ärzte.

Lammert hatte ihr Termine angeboten, doch hatte sie weder davon Gebrauch gemacht noch von der Möglichkeit, die Mandatsniederlegung vor einem Notar zu erklären. Möglicherweise spielen finanzielle Überlegungen eine Rolle: Als Abgeordnete erhält sie monatlich knapp 14.000 Euro brutto. Im Gegensatz zu ihrem offiziellen Lebenslauf ist Hinz keine Juristin und hat auch nicht das Abitur. Hinz: "Ich bin mir meiner Schuld absolut bewusst und ziehe die Konsequenzen, aber ich habe auch einen letzten Rest Würde verdient."

(hüw)
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