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Düsseldorf/Köln
Polizei: Kölner Silvesternacht nicht vorhersehbar gewesen

Düsseldorf/Köln. Die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Kölner Silvesternacht hätten wohl auch nicht mit mehr Polizisten verhindert werden können. "Dass wir statt der drei geforderten Züge einer Hundertschaft nur zwei bekommen haben, ist nicht kriegsentscheidend gewesen", sagte der Leiter der Polizeiinspektion Köln-Mitte Peter R. gestern im Untersuchungsausschuss im Düsseldorfer Landtag. Ein solcher Zug besteht aus etwa 30 Beamten der Bereitschaftspolizei.

R. hatte bei der Planung des Einsatzes unter anderem wegen der allgemein angespannten Sicherheitslage in Köln - auch wegen nordafrikanischer Trickbetrüger - eine ganze Hundertschaft bestehend aus drei Zügen bei der zuständigen Landespolizeibehörde in Duisburg (LZPD) beantragt. Diesem Wunsch konnte aber aus Personalgründen nur zu zwei Dritteln entsprochen werden. "Wenn wir mit dem gerechnet hätten, was in der Nacht dann passierte, hätten wir die Zahl der benötigten Kräfte aber noch deutlich höher angesetzt", so R. Dieses Phänomen der massenhaften Übegriffe habe er in Köln nie zuvor erlebt. "Damit haben wir nicht rechnen können", sagte R. Die Polizei hat im Zusammenhang mit der Silvesternacht mehr als 1500 Straftaten erfasst. Fast alle Tatverdächtigen stammen aus Nordafrika.

(csh)
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