| 08.10 Uhr

Brüggen
Polizisten befragen Patienten des Krebszentrums

Brüggen. Nachdem nach der Behandlung in einer alternativen Krebsklinik in Brüggen-Bracht Ende Juli drei Menschen starben und zwei mit lebensbedrohlichen Beschwerden ins Krankenhaus kamen, suchen nun in den Niederlanden Mitarbeiter der Polizei Patienten und Angehörige Verstorbener auf, die in der Klinik behandelt wurden. Wie die niederländische Polizei mitteilte, sind 47 Mitarbeiter unterwegs, um 130 Menschen aufzusuchen, mit ihnen zu sprechen und unter anderem zu fragen, ob sie an der polizeilichen Untersuchung mitwirken möchten.

Es handele sich um Polizisten mit viel Einfühlungsvermögen, nicht aber um Psychologen oder Sozialarbeiter. Mit der Recherche unterstützen die niederländischen Polizisten die deutschen Behörden: Die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt gegen den Betreiber der Klinik, einen deutschen Heilpraktiker, wegen fahrlässiger Tötung in drei und fahrlässiger Körperverletzung in zwei Fällen.

(biro)
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