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Düsseldorf
Probleme mit Häftlingen aus Nordafrika

Düsseldorf. In 23 NRW-Gefängnissen gibt es massive Probleme mit den (insgesamt 355) Häftlingen aus Nordafrika. Betroffen sind etwa die Justizvollzugsanstalten (JVA) in Duisburg-Hamborn, Düsseldorf, Heinsberg, Kleve, Köln, Moers-Kapellen, Remscheid und Wil-lich I. Dies geht aus einer Antwort von Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) auf eine Anfrage von Jens Kamieth (CDU) hervor. Zu den häufigsten Problemen zählen neben Verständigungsschwierigkeiten "forderndes Auftreten, verbunden mit dem Androhen einer Selbstverletzung" oder eines Suizids.

Moniert werden Respektlosigkeit vor allem gegenüber weiblichen JVA-Bediensteten und "Nichtbefolgen von Anweisungen". Überdurchschnittlich häufig müssen die Gefangenen - vor allem Marokkaner - in besonders gesicherten Hafträumen untergebracht werden. Die JVA Essen meldet "Übergriffe auf Bedienstete"; in Castrop-Rauxel und Detmold ist die Zahl der Drogenkonsumenten hoch. Die JVA Münster berichtet über "völlige Uneinsichtigkeit bei eigenem Fehlverhalten" der Häftlinge.

(hüw)
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