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Köln
Razzia nach Angriff von 60 Kurden auf einen Türken

Köln. Ein ungewöhnlicher Fall von massiver Gewalt nach einer Kurden-Demonstration hat die Kölner Staatsanwaltschaft gestern zu einer Razzia in 32 Wohnungen in Köln, Düsseldorf, Leverkusen, Wuppertal, Duisburg, Essen, Dortmund und Hannover veranlasst. Ein Mann wurde festgenommen. Bei den Durchsuchungen stellten die eingesetzten knapp 200 Beamten Handys und Waffen als Beweismittel sicher. "Außerdem wurden in geringem Umfang Drogen gefunden", berichtete der zuständige Oberstaatsanwalt.

Knapp 60 prokurdische Anhänger hatten am 10. April einen politischen Gegner - einen 38-jährigen Türken, auf dessen Auto das Emblem der türkisch-nationalistischen "Grauen Wölfe" prangte - zusammengeschlagen, schwer verletzt und das Auto mit Steinen und Holzlatten zerstört. "Einen solchen Angriff mit 60 gegen einen hat es bei uns noch nicht gegeben", sagte der Oberstaatsanwalt. Den noch zu ermittelnden Tätern wird gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch vorgeworfen.

(sug)
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