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Duisburg
Reederei spricht von menschlichem Versagen

Duisburg. Die Reederei des in Duisburg havarierten Flusskreuzfahrtschiffes "Swiss Crystal" geht davon aus, dass ein Fehler eines Lotsen Auslöser des Unglücks gewesen ist. "Technisches Versagen kann als Ursache des Unfalls ausgeschlossen werden", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Ein menschlicher Fehler des Lotsen hat zur Havarie geführt. Umstände wie Erfahrung sowie gesundheitliche Verfassung, Alter und Müdigkeit werden weiter untersucht, um zukünftig solche Unfälle vermeiden zu können."

Die Polizei wusste nichts von einem Lotsen und konnte die Aussage der Reederei nicht bestätigen. "Stand jetzt können wir nur sagen, dass der Kapitän sich auf anwaltliche Vertretung berufen und noch keine Aussage gemacht hat", sagte ein Sprecher. "Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an."

Bei der Kollision des Kreuzfahrtschiffs mit einem Pfeiler der A42-Rheinbrücke in Duisburg-Baerl waren am Dienstag 27 Personen verletzt worden, vier davon schwer. Laut Reederei konnte erst eine Person das Krankenhaus wieder verlassen. Das Unternehmen hat eine Entschädigung angekündigt.

(th)
 
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