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Haan
Säureangriff - Ermittler sichern neue Spuren

Haan. Die Ermittler der Mordkommission "Säure" haben am Samstagmittag zusammen mit rund 30 Polizisten einer Einsatzhundertschaft noch einmal den unmittelbaren Tatort am Karl-August-Jung-Platz in Haan sowie ein benachbartes Grundstück abgesucht, um weiteres Spurenmaterial zu finden. "Mögliche Spurenträger wurden sichergestellt und werden nun untersucht", teilte die Polizei mit. Ob das gefundene Spurenmaterial der Tat zuzurechnen sei, könne man noch nicht sagen. Das sei Gegenstand der Ermittlungen.

Innogy-Finanzchef Bernhard Günther war vor einer Woche am Sonntagmorgen beim Brötchenholen in einer Parkanlage von zwei Unbekannten angegriffen und zu Boden geworfen worden. Sie schütteten ihm Säure ins Gesicht und verschwanden. Günther erlitt schwerste Verletzungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Ermittler stuften die Tat als versuchten Mord ein. Der Manager war bereits vor sechs Jahren überfallen worden. Damals wurde er zusammengeschlagen. Die Tat geschah ebenfalls an einem Sonntagmorgen auf einem abgeschiedenen Fußweg, sie konnte nicht aufgeklärt werden.

Die Mord-Kommission "Säure" ermittelt in alle Richtungen - dazu zähle auch, ob der 51-jährige Manager Opfer einer Verwechslung geworden sein könnte. Das Ermittlerteam befragte gestern auch am Tatort und im nahen Umfeld Passanten, die dort unterwegs waren, ob sie etwas Ungewöhnliches am vergangenen Sonntagmorgen zur Tatzeit beobachtet oder gehört haben. "Insgesamt sind bis heute rund zwei Dutzend Hinweise bei uns eingegangen. Die Auswertung dauert an. Auch die Vernehmungen und Befragungen sind noch nicht abgeschlossen", teilte die Polizei mit. Bereits am Freitag hatte sich die Polizei mit einer Plakataktion an die Öffentlichkeit gewandt. Bislang haben weder der Manager noch seine Familie Hinweise geben können.

(RP/dpa)
 
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