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Meerbusch
Schulen wollen Nazi-Wandbild verhindern

Meerbusch. Zwei Grundschulen in Meerbusch haben in einem Schreiben an die Kommunalpolitik davor gewarnt, ein altes Wandbild aus der NS-Zeit wieder freizulegen. Seit Jahren sorgt das 1939 vom Maler Fritz Schüler gefertigte Gemälde namens "Bildkarte von Büderich", das in den 50ern überpinselt worden war, in Meerbusch für Debatten. Das Bild befindet sich im ehemaligen Heim der Hitlerjugend in Büderich, das heute Verwaltungssitz ist und ab 2017 den Offenen Ganztag der Mauritiusschule und Brüder-Grimm-Schule beherbergen wird.

Sollte man im Zuge des Umbaus das 2,50 Meter hohe und vier Meter breite Werk freilegen und zum Mahnmal machen? So regen es Historiker an. Die Verwaltung macht jetzt für den heute tagenden Kulturausschuss den Vorschlag, nur einen zehn mal zehn Zentimeter großen Ausschnitt freizulegen.

(sep)
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