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Köln/Leverkusen
"Section Control" soll Zahl der Unfälle auf A1 reduzieren

Köln/Leverkusen. Nachdem die Zahl tödlicher Unfälle auf der Autobahn 1 zwischen Burscheid und dem Leverkusener Kreuz in diesem Jahr drastisch gestiegen ist, hat eine Sonderunfallkommission gestern Maßnahmen beschlossen, die den Streckenabschnitt vor der Leverkusener Rheinbrücke sicherer machen sollen.

Bis Ende des Jahres soll dort eine neue Blitzanlage errichtet werden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung für Kraftfahrzeuge wird um 1000 Meter vorgezogen. Lkw dürfen vor der Brücke nur 60 km/h fahren, für Pkw gilt Tempo 100. Bis die neue Anlage steht, soll eine provisorische installiert werden. Die Präsidentin des Regierungsbezirks Köln, Gisela Walsken, will sich überdies "dafür einsetzen, dass eine Verkehrsüberwachung mittels Section Control vor dem Leverkusener Kreuz diskutiert wird".

"Section Control" ist eine Geschwindigkeitskontrolle, bei der die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs zwischen zwei Kontrollpunkten gemessen wird. Ist ein Autofahrer schneller als bei vorgegebener Geschwindigkeit möglich, muss er mit einem Bußgeld rechnen. Das System hat den Vorteil, dass es schwierig zu überlisten ist. Wer weiß, wo ein Blitzer steht, kann davor abbremsen. Section Control entlarvt derartige Versuche.

In NRW wäre es die erste Anlage dieser Art. Das bestätigte eine Sprecherin des Innenministeriums. Zum ersten Mal in Deutschland soll die Technologie diesen Sommer in Niedersachsen in einem Pilotprojekt getestet werden. Österreich nutzt sie seit Jahren erfolgreich.

(sef)
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