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Düsseldorf
Servicestelle Antisemitismus in Düsseldorf

Düsseldorf. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf berät in einer neu eingerichteten Servicestelle Opfer von Diskriminierung und Antisemitismus. "Wichtig ist uns, gegen jede Form von Diskriminierung vorzugehen, weshalb wir nicht nur jüdischen Mitbürgern offenstehen", sagte gestern Verwaltungsdirektor Michael Szentel-Heise. Am 14. September wird die im Juni eingerichtete Servicestelle mit einem Festakt offiziell eröffnet. Alle Angaben werden der Gemeinde zufolge gesammelt, und es wird versucht, diese Erkenntnisse in den politischen Prozess einzubringen.

Hierfür wolle die Jüdische Gemeinde Düsseldorf bei der NRW-Landesregierung die Aufstellung eines Expertenkreises begleiten und mit dem geplanten Antisemitismusbeauftragten des Landes kooperieren. Auf Schulhöfen und in Fußballstadien ist dem Vorstandsvorsitzenden Ored Horowitz zufolge "Jude" als Schimpfwort wieder akzeptiert. Juden müssten immer wieder erfahren, "dass die Seuche des Antisemitismus in Deutschland wieder auf dem Vormarsch ist", so Horowitz.

(epd)
 
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