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Düsseldorf
So funktioniert das Computerspiel "Minecraft"

Düsseldorf. Ein Mann aus Düsseldorf und sein zwölfjähriges Entführungsopfer aus der Schweiz sollen beim Online-Spiel "Minecraft" Kontakt geknüpft haben. Bei diesem sogenannten Open-World-Spiel können sich die Spieler frei durch eine virtuelle Welt bewegen, die durchzogen ist von Bergen, Wäldern, Meeren, Ebenen und Höhlen. Der Spieler kann beispielsweise Gebäude errichten und auch wieder einreißen. Aus den beiden Tätigkeiten Rohstoffe abbauen ("Mine") und diese zu anderen Gegenständen weiterverarbeiten ("Craft") ergibt sich der Name des Spiels.

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, "Minecraft" zu spielen: In der Offline-Variante läuft man durch seine eigene Welt, kann diese gestalten wie man möchte, trifft dort auf unterschiedliche Charaktere: Dorfbewohner, Tiere oder Monster. Mit den Dorfbewohnern kann Handel getrieben werden, friedliche Tiere wie Schweine oder Schafe können als Rohstoffquellen für Fleisch oder Wolle genutzt werden. Vor Spinnen und Zombies muss man sich in Acht nehmen, diese greifen den Spieler an und müssen getötet werden.

Die deutlich populärere Variante ist der Mehrspieler-Modus. Dazu meldet man sich auf einem der zahlreichen Server an. Diese sind meistens kostenlos, für manche muss aber eine Gebühr bezahlt werden. Auf vielen dieser Server werden Wettbewerbe ausgetragen. Die Spieler in einer solchen Online-Welt, die sich allesamt mit speziellen Benutzernamen anmelden, können per Chat miteinander kommunizieren. So soll auch der Kontakt zwischen dem zwölfjährigen Jungen aus der Schweiz und seinem mutmaßlichen Entführer, einem 35-jährigen Mann aus Düsseldorf, zustande gekommen sein.

"Minecraft" wurde vom Schweden Markus "Notch" Persson entwickelt, eine erste Alpha-Version wurde im Mai 2009 veröffentlicht. Im November 2011 kam die erste offizielle Version auf den Markt. Im September 2014 übernahm Microsoft den "Minecraft"-Entwickler Mojang für fast zwei Milliarden Euro.

Bis März 2016 wurden von der PC-Variante rund 23 Millionen, von der Xbox-Version 20 Millionen Stück verkauft. Rechnet man alle Versionen zusammen, ging Minecraft bereits über 100 Millionen Mal über die Ladentheke und zählt damit zu den erfolgreichsten Computerspielen überhaupt.

(csr)
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