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Leverkusen
Sanierung der A 1-Brücke erfolgreich

Radler und Fußgänger erkunden gesperrte A1-Brücke
Radler und Fußgänger erkunden gesperrte A1-Brücke FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Es kam nicht zum Verkehrschaos, Ausflügler beschäftigten aber die Polizei. Von Joris Hielscher

Die Reparaturarbeiten an der A 1-Rheinbrücke in Leverkusen sind nach Plan verlaufen und in der vorgegebenen Zeit beendet worden. Das erklärte gestern Abend eine Sprecherin von StraßenNRW. Der stark befahrene Autobahnabschnitt, der seit Donnerstagabend komplett gesperrt war, könne daher wieder freigegeben werden, ab heute Morgen fünf Uhr soll der Verkehr wieder ungehindert über die Brücke rollen. Die Auswirkungen der Komplettsperrungen haben sich nach Angaben des Landesbetriebs in Grenzen gehalten. Das von Experten befürchtete Verkehrschaos auf den Umleitungsstrecken zwischen Köln und Düsseldorf ist am Wochenende ausgeblieben.

Dennoch hat die Sperrung der wichtigen A 1-Rheinbrücke, über die täglich 120.000 Fahrzeuge rollen, vielerorts für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Nach Angaben der WDR-Verkehrsredaktion gab es längere Staus und mehr Verkehr auf den Ausweich- und Umleitungsstrecken als üblich. Besonders betroffen war die A 3. Am Freitag und Samstag, jeweils am Nachmittag, bildeten sich kilometerlange Staus, Verzögerungen von bis zu zwei Stunden waren die Folge. So berichteten Autofahrer, dass vor allem in und um Köln der Straßenverkehr quasi zum Erliegen kam. So konnte die Fahrt von Köln nach Leverkusen, üblicherweise in 30 Minuten zu schaffen, bis zu zweieinhalb Stunden dauern.

Während Autofahrer sich durch den Verkehr kämpften, nutzten Radfahrer und Fußgänger die ungewohnte Freiheit. Mehrere Dutzend Ausflügler waren auf der gesperrten Fahrbahn auf der Brücke unterwegs. Durch Sicherheitstüren seien sie auf die Fahrbahn gelangt, teilte die Polizei gestern mit. Allerdings ist das verboten, nur der schmale Rad- und Fußweg durfte während der Arbeiten benutzt werden. Polizisten riegelten die Sicherheitstüren ab und fuhren regelmäßig Streife.

Die Komplettsperrung war notwendig geworden, weil während der Reparaturarbeiten die rund 50 Jahre alte Brücke nicht befahren werden konnte. In der sogenannten Seilkammer, wo die Stahlseile verankert sind, war ein 40 Zentimeter langer Riss entdeckt worden, der nun geschweißt wurde. "Die Reparatur verlief erfolgreich, die Brücke ist wieder belastbar", erklärte die Sprecherin von Straßen NRW. Zufrieden zeigte sie sich auch darüber, dass die Auswirkungen der Sperrung weniger gravierend als befürchtet waren. "Das Verkehrschaos ist ausgeblieben."

Quelle: RP
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