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Düsseldorf/Kreis Viersen
St. Martin wird Kulturerbe des Landes NRW

Düsseldorf/Kreis Viersen. Das Sankt-Martinsbrauchtum im Rheinland wird als immaterielles Kulturerbe des Landes Nordrhein-Westfalen anerkannt. Zwei Privatleute aus dem Kreis Viersen hatten die Initiative gestartet: René Bongartz aus Brüggen schlüpfte schon als Jugendlicher in die Rolle des Bettlers, der Kempener Jeyratnam Caniceus kam vor mehr als 30 Jahren als Bürgerkriegsflüchtling aus Sri Lanka an den Niederrhein und lernte hier das Martinsbrauchtum kennen und schätzen.

Sieben Monate nach ihrem Antrag, unterstützt von 70 Martinsvereinen und dem NRW-Landtag, gab jetzt eine Expertenkommission bekannt, dass die Tradition des Sankt Martin als immaterielles Kulturerbe des Landes NRW anerkannt wird. Neben St. Martin sollen unter anderem auch das Brieftaubenwesen, die Bolzplatzkultur und die Anlage von Flechthecken fortan zum Kulturerbe des Landes gehören. Finanzielle Hilfen sind mit dem Titel nicht verbunden. Caniceus und Bongartz hoffen aber, dass mit ihrem Antrag Wertschätzung und Pflege des Brauchtums wachsen - dass mehr Menschen für die Martinstüten der Kinder oder für Weckmänner spenden und dass Städte und Gemeinden Kosten für die Polizeibegleitung von Martinszügen nicht länger an die Vereine weiterreichen.

Das Duo will die Martinstradition auch nach dem "Unesco-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes" anerkennen lassen.

(mrö/rei)
 
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