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Düsseldorf
Städte: Schwerpunkt ist die Integration der Flüchtlinge

Düsseldorf. Die Städte sehen eine ihrer Kernaufgaben im nächsten Jahr darin, die Flüchtlinge zu integrieren und die positive Grundstimmung in der Bevölkerung zu erhalten. Dies geht aus einer Umfrage des Deutschen Städtetags hervor. Der NRW-Vorsitzende der Organisation, Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU), fordert, dass der Bund bei anerkannten Asylbewerbern die Kosten der Unterkunft komplett übernimmt. Zudem dürfe der Erfolg der schulischen Integration nicht von der Kassenlage der jeweiligen Kommune abhängen. Von Detlev Hüwel

Flüchtlingskinder sind schulpflichtig, sobald sie nach der Erstaufnahme einer Kommune zugewiesen worden sind. Das Schulministerium rechnet damit, dass 2016 ähnlich wie in diesem Jahr etwa 40.000 Flüchtlingskinder und Jugendliche erstmals die Schule besuchen werden. Allerdings handle es sich dabei um Schätzzahlen, betonte eine Sprecherin. Für den wegen des Flüchtlingszustroms "erhöhten Grundbedarf" an Pädagogen werde es in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 4124 zusätzliche Lehrerstellen geben. Hinzu kämen weitere 1200 Integrationsstellen zur Sprachförderung. "Die Flüchtlingskinder sollen so rasch wie möglich in den Regelunterricht einbezogen werden", hieß es auf Anfrage. In Fächern wie Sport, Musik und Kunst bereite dies kaum Probleme. Deutschkenntnisse würden dagegen in kleineren Fördergruppen vermittelt. Die Kinder aus Flüchtlingsfamilien seien hoch motiviert und lernten begierig. Gleichwohl stünden alle Beteiligten vor einer großen Herausforderung. In NRW sei aber schon seit 2009 für Lehramtsstudenten das Modul "Deutsch als Zweitsprache" verpflichtend. Dies erleichtere den späteren Unterricht mit Flüchtlingskindern.

Quelle: RP
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