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Kamine liegen im Trend
Flammensäule oder Feuerstelle - so heizt man richtig
Kamine liegen im Trend: Flammensäule oder Feuerstelle - so heizt man richtig
Kamine liefern Geborgenheit. Doch gerade alte Modelle können zu einem hohen Feinstaubausstoß beitragen. FOTO: ©istockphoto.com/Katarzyna Leszczynska
Menschen sind fasziniert von Feuer. Doch vor allem Öfen sind verantwortlich für Feinstaub in der Wohnung. Verringern lässt er sich durch einfache Tricks. Von Simone Andrea Mayer

Zigaretten- und Kerzenrauch, Staubsaugen ohne Feinfilter und vor allem Öfen sind Schuld an einer Feinstaubbelastung in Wohnräumen. Diese könne vermindert werden durch das richtige Anschüren des Ofens, sagt Udo Peters, Leiter des Bereichs Versorgungstechnik bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Brennt das Holz am Anfang zu langsam ab, gibt er viele unverbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Statt den Ofen vollzupacken, sollte man daher immer erst eine kleine Menge anzünden und erst nachlegen, wenn diese gut brennt.

So heizt man richtig "Das Holz muss auch ausreichend getrocknet sein – rund zwei Jahre abgelagert an einem trockenen Ort", erläutert Peters. Auch sollten nur Öfen, die für Briketts zugelassen sind, damit beheizt werden. Ob das der Fall ist, stehe in den technischen Informationen zur Anlage, oder man frage den Schornsteinfeger.

Das sagt der Gesetzgeber Gerade alte Öfen tragen zu einem hohen Feinstaubausstoß bei, daher hat der Gesetzgeber 2010 Grenzwerte für Heizungsanlagen erlassen, die mit Festbrennstoffen wie Holzscheite, Pellets, Hackschnitzel oder Kohle befüllt werden. Anlagen, die laut dem Umweltbundesministerium für Feinstaub einen Emissionsgrenzwert von 150 Milligramm pro Kubikmeter und für Kohlenmonoxid von vier Gramm pro Kubikmeter nicht einhalten, müssen nach und nach ausgetauscht oder mit einem Staubfiltern nachgerüstet werden.

Bis 2014 nachrüsten Die Nachrüstpflicht tritt laut Gesetz schrittweise ein: Einzelraumanlagen, die vor dem 31. Dezember 1974 errichtet wurden, oder mit keiner Datumsangabe versehen sind, müssen bis 31. Dezember 2014 nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Für Geräte, die zwischen 1975 und 1984 gebaut wurden, bleibt Zeit bis Ende 2017, für Geräte von 1985 bis 1994 bis Ende 2020, für solche seit 1995, die die Grenzwerte noch nicht einhalten, bis Ende 2024.

Datenbanken Ein Austausch ist nicht immer notwendig, sagt Udo Peters. Es könne gut sein, dass ein alter Ofen die geforderten Werte bereits einhält. Einen guten Überblick über bereits gemessene Ofentypen gebe die Datenbank des Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) unter http://dpaq.de/JiydC. Keine Daten gibt es für gemauerte Öfen. "Das sind ja jeweils Unikate", erläutert Peters. Er rät Besitzern, die Belastung durch diese Öfen vom Schornsteinfeger messen zu lassen.

Grundsätzlich müssen Ofenbesitzer einen Nachweis vorlegen können, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Quelle: RP
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