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Sommer
Gartenmöbel wollen richtig und gut gepflegt sein

Sommer: Gartenmöbel wollen richtig und gut gepflegt sein
Gartenmöbel wollen richtig und gut gepflegt sein. FOTO: Rausch
Zum Auftakt der Saison gilt es, Tische, Stühle und Bänke in Schuss zu bringen. Mehr! gibt einige Tipps, wie auch Ihr Garten wieder top aussieht. Von Christine Zacharias

Zugegeben, er lässt diesmal lange auf sich warten. Und kommt noch immer nicht so recht aus der Reserve. Aber irgendwann muss es ja mal Schluss sein mit den kalten Temperaturen, ist es Zeit für Sommer. Und wer sehnt sich nicht danach, endlich die warme Jahreszeit entspannt auf Balkon oder Terrasse zu genießen? Aber halt, so leicht geht es nun auch nicht. Einfach die Gartenmöbel aufklappen, ist schon lange nicht mehr. Denn die Vielfalt an Sommermobiliar ist in den vergangenen Jahren fast unüberschaubar geworden. Und mit der Spezialisierung geht eines einher: Die guten (und oft teuren) Stücke von Terrasse und Balkon wollen gepflegt werden. Grundsätzlich gilt: Moderne Gartenmöbel sind überwiegend problemlos outdoor-tauglich. Auch bei schlechter Witterung. Der Pflegeaufwand ist in der Regel gering. Manche Materialien brauchen aber doch etwas mehr Pflege und Reinigung als andere.

Gartenmöbel aus Aluminium Die Aluminiumkomponenten von Alu-Gartenmöbeln sind praktisch pflegefrei. Schmutz kann man ganz einfach mit einem Gartenschlauch entfernen. Treten irgendwo Kratzer auf, ist das vielleicht ein optischer Makel, Angst vor Rost muss man deswegen nicht haben.

Und das Möbelstück wird auch deswegen nicht zusammenbrechen. Wen der Kratzer trotzdem stört, der kann diesen mit Pflegelackspray behandeln.

Polyrattan-Geflechte und textile Bespannungen Sie sind seit einiger Zeit der große Renner: Gartenmöbel aus Polyrattan-Geflecht. Derzeit werden sie selbst von den Discountern reihenweise angeboten. Kein Wunder: Die Kunststofffasern des Gewebes nehmen keine Feuchtigkeit auf. Die Möbel werden schnell wieder trocken. Mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste und etwas Lauge können Verschmutzungen problemlos und schnell entfernt werden. Oder es hilft auch hier der Gartenschlauch.

Bei starken Verschmutzungen hält der Handel spezielle Reiniger vor. Auf keinen Fall aber sollte man mit einer Drahtbürste oder gar einem Hochdruckreiniger zu Werke gehen, weil das die Oberfläche zerstört und das Geflecht in der Folge brechen könnte. Möbel aus Polyrattangeflecht können meist problemlos die hiesigen Winter überstehen. Eher sollte man sie vor zu viel Sonne schützen. Denn die aggressiven UV-Strahlen schädigen irgendwann alle Materialien, auch Kunststoffe.

Gartenmöbel aus Edelstahl Edelstahl-Gartennmöbel sind ebenfalls recht pflegeleicht. Sie halten normalerweise allen Witterungen stand. Eine regelmäßige Pflege etwa mit Edelstahlreiniger ist eigentlich nicht nötig. Wer mag, kann Fettflecken oder Fingerabdrücke ab und zu entfernen, wenn es ihn stört. Auch hier gilt natürlich:

Je hochwertiger das Material und die Legierung, desto weniger anfällig die Oberfläche. Wenn der Edelstahlreiniger schon zum Einsatz kommt, sollte es höchstens ein- bis zweimal im Jahr sein.

Gartenmöbel aus Eisen und Stahl Auch bei diesem Mobiliar gilt: Wasserschlauch oder höchstens etwas Lauge reichen aus. Besonderer Pflege bedarf es nicht. Manchmal kann es je nach Standort vorkommen, dass aus den Rohren leicht rostiges Korrosionswasser austritt. Dann sollte man mal die Schutzkappen abziehen und austrocknen lassen. Es empfiehlt sich zudem der Einsatz von Korrosionsspray. Treten Kratzer im Lack auf, so ist das kein Grund zur Sorge: Das Eisen rostet nicht, ähnlich wie bei leichten Kratzern im Autolack.

Höchstens tiefe Schrammen, die bis auf das blanke Metall gehen, müsen mit speziellem Ausbesserungslack behandelt werden.

Gartenmöbel aus Holz Je nach Holzart halten diese Gartenmöbel auf recht unterschiedliche Weise der Witterung stand und bedürfen auch unterschiedlicher Pflege.

Unterschiedlich gesehen und bewertet wird das Vergrauen des Holzes, das der Witterung ungeschützt ausgesetzt ist. Manche mögen diese Patina und unternehmen nichts dagegen.

Die Mehrheit aber möchte dieser Verwitterungserscheinung entgegenwirken. Einfach, weil ergraute Gartenmöbel nicht so schön anzusehen sind. Je nach Holzart schreitet die Verwitterung übrigens unterschiedlich schnell voran.

Zur Aufarbeitung ergrauten Holzes braucht man Holzentgrauer, Gartenmöbel-Öl, Gummihandschuhe und einen Schleifschwamm sowie Pinsel und Tücher. Erst wird der Holzentgrauer aufgetragen und nach 15 Minuten abgespült.

Die Prozedur wiederholen.Mit dem Schleifschwamm werden störende Fasern entfernt. Dann sollte.

Das Öl aufgetragen werden, und das nicht zu sparsam. Nach 20 Minuten Einwirkzeit mit einem Tuch das überschüssige Öl abtupfen. Dann das Möbelstück gut trocknen lassen.

(RP/EW/areh)
 
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