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Energie sparen
Heizkosten runterdrehen
Energie sparen: Heizkosten runterdrehen
Wie sich Heizkosten senken lassen, erfährt auch, wer sein Smartphone mit installierter RP alive-App über das FOTO: © istockphoto.com/nailia schwarz
Heizkosten verursachen den größten Anteil an Nebenkosten in privaten Haushalten. Wärme stellt mit 80 Prozent den größten Anteil am Endenergieverbrauch dar und Endverbraucher bekommen das vor allem durch die rasant gestiegenen Heizkosten in der Folge steigender Rohölpreise zu spüren. Von Vera Straub

Richtiges Heizen und Lüften spart Geld, trägt aber auch zu einem gesunden Raumklima und somit zur Vermeidung von Schimmelpilzen bei. Mit den folgenden Tipps zum sparsamen Heizen können die Kosten unabhängig von der Energieeffizienz des Wohnraums gesenkt werden.

Die richtige Raumtemperatur

Weniger Heizen spart Energie. Als Faustregel gilt hier: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie. In Wohnräumen reichen 20 bis 22 Grad aus, in der Küche 18 bis 20 Grad, im Bad 22 Grad und im Schlafzimmer 16 bis 18 Grad. Mit programmierbaren Thermostaten kann genau eingetaktet werden, wann welcher Heizkörper hoch- oder herunterregelt – so können etwa zehn Prozent Heizenergie gespart werden – bis zu 80 Euro im Jahr.

Dichte Fenster und Türen

Kunststoffdichtungen in Fenstern und Türen werden im Laufe der Zeit porös und damit undicht. Die Spalten können ganz einfach mit Schaumdichtungsband oder Gummidichtungen aufgefüllt werden. Die zuckende Flamme einer Kerze weist auf undichte Stellen hin. Zusätzlich ist es sinnvoll, Rollläden nach Einbruch der Dunkelheit herunterzulassen oder Vorhänge zuzuziehen – so lassen sich Wärmeverluste weiter reduzieren.

Kein Wärmestau

Möbel oder Gardinen vor Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum geht. Die Heizung muss dann mehr arbeiten als eigentlich nötig.

Durchblick spart Geld

Um Energie zu sparen ist es wichtig, den eigenen Verbrauch zu kennen. Ein Heizgutachten zeigt, ob die Werte der Heizkostenabrechnung zu hoch sind und wenn ja, woran es liegt. Das Gutachten analysiert auch die Heiznebenkosten, die zwischen zehn und 20 Prozent der Heizkosten ausmachen.

Konstantes Niveau halten

Die "Stop and Go"-Nutzung der Heizung – also das Hoch- und Herunterregeln bei Abwesenheiten tagsüber – ist wenig sinnvoll. Vor allem in unsanierten Häusern kühlt es die Räume aus. Besser ist es, die Heizung konstant auf niedrigem Niveau durchheizen zu lassen, um dann bei Anwesenheit etwas höher zu drehen.

Regelmäßig auf Durchzug schalten

Gekippte Fenster sorgen kaum für frische Luft, kühlen aber die Wände aus. Richtiges Stoßlüften sorgt für den Luftaustausch. Je wärmer es draußen ist, desto länger sollte gelüftet werden. Bei niedrigeren Temperaturen genügen etwa fünf Minuten, bei wärmerem Wetter sollte das Fenster für eine Viertelstunde geöffnet bleiben. Vor und während des Lüftens sollten die Heizkörper herunter gedreht werden.

Gut gedämmt

Es muss nicht immer gleich das komplette Haus mit einer Innendämmung ausgestattet werden. Etwa eine dünne Dämmfolie mit Aluminiumkaschierung zwischen dem Heizkörper und der Wand verhindert einen Wärmeverlust nach draußen.

Kosten für Warmwasser

Zwölf Prozent des Energieverbrauchs werden für das Erwärmen von Wasser benutzt. Das macht sich bei zentraler Warmwasserbereitung deutlich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Ein Sparduschkopf verbraucht etwa die Hälfte weniger warmes Duschwasser als herkömmliche Duschköpfe. Allein beim Erwärmen des Wassers spart ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt so leicht um 40 Euro. Hinzu kommen weniger Kosten für Wasser und Abwasser.

 

Quelle: RPS
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