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Entspannung im Alltag
Mach mal langsam
Entspannung im Alltag: Mach mal langsam
Einfach mal loslassen und entspannen. FOTO: ©istockphoto.com
Entschleunigen bedeutet, das Tempo zu drosseln und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Unsere Autorin Lidija Zimmek gibt Tipps, wie man am besten abschaltet. Von Lidija Zimmek

Wöchentlicher Miniurlaub

Ein ganz persönlicher Abend pro Woche kann schon wie ein kleiner Miniurlaub wirken. Alles kann, nichts muss – wichtig ist, sich an diesem einem Abend von allen Verpflichtungen zu befreien und nicht erreichbar zu sein – weder per Telefon, noch per E-Mail. Ob ein Konzert- oder ein Saunabesuch, eine Massage, Sport oder einfach nur das stundenlange Anschauen der Lieblingsserie auf dem Programm stehen: wichtig ist, dass es nicht als Pflichtprogramm angesehen wird. Alles ist erlaubt – vorausgesetzt, es tut gut. So ein Abend, losgelöst von allen Verpflichtungen, ganz mit sich selbst alleine, kann die Wirkung eines freien Wochenendes oder ein Miniurlaubs haben – es entsteht das Gefühl, unendlich viel Zeit zu haben.

Achtsamkeit lernen

Östliche Kulturkreise pflegen die Achtsamkeitslehre von jeher, im Westen wird ihre Bedeutung immer stärker wahrgenommen. Meistens wird unsere Aufmerksamkeit durch Ereignisse automatisch gelenkt. Nur wer bewusst die eigene Aufmerksamkeit steuern kann, entschleunigt den Geist und bestimmt wesentlich, wie die eigene Person und die Umwelt erlebt werden. Das Ziel heißt, in der Gegenwart zu bleiben. Gar nicht so einfach, denn meistens pendelt unser Geist rasend schnell zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her. Nur selten beschäftigt er sich mit der Gegenwart, mit dem Hier und Jetzt – obwohl wir nur in der Gegenwart existieren und nur den jeweils gegenwärtigen Augenblick erleben und beeinflussen können.

Bewusster Essen

Das unterwegs Essen oder das Hetzen von Ort zu Ort ist ein sicherer Faktor für Stress. Oftmals ist es gar nicht nötig, und die dadurch gewonnenen Minuten entschädigen nicht für die zusätzliche Anstrengung. Der bewusste Verzicht auf gleichzeitiges Zeitungslesen, im Internet zu surfen oder fernzusehen bedeutet die Mahlzeit richtig wahrzunehmen und zu genießen.

Der Austausch mit dem Partner und der Familie kann außerdem bei gemeinsamen Essen den Zusammenhalt stärken.

Langsamere Fortbewegung

Manchmal vermisst man doch die langen gemütlichen Bahnfahrten. Was für ein großartiges Gefühl, über die französische Grenze zu rollen und später das Meer zu erblicken. Wege sind Zeiten des Übergangs.

Ein schönes Ritual auf Urlaubsreisen ist vorüberziehendes hinter sich zu lassen, und sich während der Reise auf Neues vorzubereiten. Die sich verändernde Landschaft unterstützt diesen Prozess.

Es muss aber nicht immer direkt eine Urlaubsreise sein. Manchmal reicht es auch schon den alltäglichen Gang zur Arbeit zu entschleunigen.

 

Nichtstun planen

Aktiven Menschen fällt es auch in der Freizeit oftmals ziemlich schwer, einfach mal nichts zu tun zu haben.

Ein einfaches Mittel dagegen ist, das Nichtstun ganz bewusst einzuplanen. Dabei müssen sich Aktive keine Vorwürfe machen, schließlich steht auf der To-Do Liste: Nichtstun. Wäsche waschen, Rasen mähen, Fenster putzen, Auto sauber machen und sonstige Wochenendverpflichtungen werden einfach mal fix von der To-Do-Liste gestrichen. Der Rasen wird dann halt irgendwann später gemäht und die Fenster putzen sich in entspanntem Zustand fast von selbst.

Quelle: RPS
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