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Energieeffizienz
Strom sparen für Fortgeschrittene
Energieeffizienz: Strom sparen für Fortgeschrittene
Weitere Energiespartipps rund um Wohnung und Haus bekommt, wer sein Smartphone mit der RP alive-App über dieses grüne Eigenheim hält. FOTO: istockphoto.com
Schon eine simple Steckdosenleiste kann dazu beitragen, einige Euro im Jahr zu sparen – wenn sie einen Knopf zum Abschalten hat. Denn so lassen sich auch daran angeschlossene Geräte, die im Stand-by-Modus sind, bequem vom Stromnetz trennen. Von Vera Straub

Generell gilt: "Alles, was leuchtet, brummt und summt oder warm wird, verbraucht Strom", sagt Claudia Bruhn, Energiereferentin der Verbraucherzentrale NRW. Der Mieter oder Eigenheimbesitzer kann jedoch beeinflussen, wie viel.

Nicht in die Röhre schauen...

Bei einem neuen Fernsehgerät sollte der Stromverbrauch im Bereitschaftsmodus (Stand-by) nur ein Watt oder wenig mehr betragen. Oder man bevorzugt gleich ein Gerät mit dem sogenannten Auto-power-off. Dann schaltet das Gerät automatisch vollständig ab. "Leerlaufverluste kosten jeden deutschen Haushalt zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr und machen rund fünf Prozent des Stromverbrauchs aus", sagt Claudia Bruhn. Beim Kauf eines neuen Gerätes sollte man deshalb bewusst den Stromverbrauch im Betriebs- und Standby-Modus vergleichen und als Auswahlkriterien berücksichtigen. Falls der Stromverbrauch nicht aus den Verkaufsunterlagen hervorgeht, ist beim Verkäufer nachzufragen.

Bye-bye, Glühbirne

Energiesparlampen verbrauchen rund 80 Prozent weniger Strom als normale Glühlampen. Eine Energiesparlampe mit elf Watt liefert fast die gleiche Lichtmenge wie eine herkömmliche Glühlampe mit 60 Watt. Außerdem ist ihre durchschnittliche Lebensdauer etwa acht- bis zwölfmal so hoch wie die einer Glühlampe. Der Wechsel lohnt sich also nicht nur aus Umwelt-Gesichtspunkten, sondern auch in finanzieller Hinsicht: Ein durchschnittlicher Haushalt ist in der Lage, allein durch den Umstieg auf Energiesparlampen zwischen 50 und 170 Euro an Stromkosten einzusparen.

Energieeffiziente Geräte anschaffen

"Informieren Sie sich schon vor dem Kauf über die Stromeffizienz der einzelnen Modelle", rät Claudia Bruhn. "Bei Kühlschränken oder Waschmaschinen, Fernsehern oder Geschirrspülern heißt es, auf das Effizienzlabel zu achten. Und das geht neuerdings bei einigen Geräten bis A+++, wobei jedes Plus für 20 Prozent mehr Energieersparnis steht." Mit einem Kühlschrank der höchsten Effizienzklasse spart man so rund 25 Euro im Jahr gegenüber einem der Klasse A. Und: "Der Kühlschrank sollte die richtige Temperatur haben. Optimal für Lebensmittel und Verbrauch sind 7 Grad im Kühlfach und -18 Grad im Gefrierfach."

Außerdem sollte er nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt oder gar neben Wärmequellen wie dem Herd oder dem Geschirrspüler platziert werden.

Grün aus der Steckdose

Ökostrom ist besser als sein Ruf – denn Ökostrom mit Gütesiegel ist im Normalfall sogar fast immer preiswerter als das Standardangebot des öffentlichen Versorgers. Die finanziellen Vorteile bei einem Tarifwechsel können bei einem Jahresverbrauch von 3600 Kilowattstunden bis zu 150 Euro ausmachen.

Beim Waschen kein Geld verschleudern

Wer auf das Energiesparprogramm schaltet und gleichzeitig die Vorwäsche überspringt, spart Energie und Wasser. Ein weiterer Tipp: Die Waschmaschine sollte immer voll beladen sein. Außerdem gilt: je höher die Waschtemperatur, desto höher der Stromverbrauch. Für saubere Wäsche reichen oft auch 40 Grad statt 60 Grad aus. Man benötigt nur die Hälfte an Strom, mit einer Waschtemperatur von 30 Grad sogar nur ein Drittel. "Das kann rund 20 Euro Stromkosten im Jahr sparen", sagt Bruhn.

 

Quelle: rps
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