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Dinslaken
2015: ein Jubiläum und 120 Einsätze

Dinslaken: 2015: ein Jubiläum und 120 Einsätze
Der Löschzug Dinslaken-Stadtmitte ehrte bei seiner Versammlung im Gasthaus Ortmann langjährige Mitglieder und sprach Beförderungen aus. FOTO: Robin Droste
Dinslaken. Der Löschzug Dinslaken-Stadtmitte blickte bei seiner Jahreshauptversammlung auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem die Feierlichkeiten zum 125. Bestehen eine ganz besondere Rolle spielten. Von Corinna Meinold

Von den Einsätzen her war das vergangene Jahr ein normales Jahr für den Löschzug Stadtmitte der Feuerwehr Dinslaken. Doch das 125-jährige Jubiläum war schon etwas Besonderes.

"Das feiert man nicht jedes Jahr", blickte Löschzugführer Markus Schröter bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Ortmann in Anwesenheit des stellvertretenden Bürgermeisters Eyüp Yildiz stolz zurück. Denn die ehrenamtlichen Feuerwehrleute hatten neben ihrem Einsatz- und Übungsdienst sehr viel Zeit in die Vorbereitung der Feierlichkeiten gesteckt.

Doch auch der normale Alltag forderte den Löschzug Stadtmitte, 120 Mal rückte er zu Einsätzen aus. Darunter waren große und spektakuläre Fälle wie der Brand am Hiesfelder Schützenheim, im Gebäude der ehemaligen Jeanette-Wolff-Realschule sowie bei Freesmann. Es ist jedoch ein anderer, kleinerer Einsatz, der Hauptbrandmeister Kai Laakmann, "wirklich bewegt" hat, obwohl er schon seit über 20 Jahren im Dienst ist.

Eigentlich sei es nichts Großes gewesen, ein professionell durchgeführter Einsatz: Eine Frau wurde nach einem verheerenden Küchenbrand, der die ganze Wohnung in Mitleidenschaft gezogen hatte, von den Feuerwehrleuten nach Hause begleitet. Als sie zusammenbrach, wurde Kai Laakmann, wie er eindringlich schilderte noch einmal klar, was Feuer mit den Betroffenen macht, was es für sie heißt, Angst und Existenzsorgen ausgesetzt zu sein.

Das neue Jahr bringt für Kai Laakmann einige Änderungen mit sich, denn er übernimmt nun die Position des stellvertretenden Löschzugführers von Friedhelm Kerseboom, der diese Aufgabe nach fast 30 Jahren in jüngere Hände abgibt. Mit Ovationen im Stehen und lang anhaltendem Applaus bedankten sich seine Kameraden aus dem Löschzug Stadtmitte bei Friedhelm Kerseboom, der sich bereits in der dritten Generation bei der Feuerwehr engagiert.

Bis zum Erreichen der Altersgrenze im März fährt Kerseboom noch weiter Einsätze, danach wird er in die Alters- und Ehrenabteilung wechseln und dann der Feuerwehr weiterhin mit seiner Erfahrung zur Verfügung stehen. "Nach einer so langen Zeit kennt man den Laden halt in und auswendig" so Kerseboom.

Sein Nachfolger Kai Laakmann ist ebenfalls schon lange dabei und freut sich auf seine neue Aufgabe, auch wenn er nun 20 bis 30 Stunden mehr Zeit investieren muss, denn als Ansprechpartner für die Mannschaft mit Führungsverantwortung gehören neben Einsatz- und Übungsdienst Fortbildungen, Besprechungen und die Qualitätssicherung des Brandschutzes dazu. Laakmann möchte die Kommunikation mit den 50 Kollegen noch weiter verbessern. Das sei so, als ob man ein Freizeitunternehmen steuere. Denn die Feuerwehrleute des Löschzuges Stadtmitte sind hauptsächlich Ehrenamtliche, die trotz ihrer Berufe Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Wer sich für die Arbeit der Wehrleute interessiert, kann sich ab dem 15. Januar an jedem zweiten Freitag ab 19.30 Uhr an der Hünxer Straße 300 darüber informieren.

Quelle: RP
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