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Voerde/Dinslaken
24 Stunden in der "Grünen Hölle"

Voerde/Dinslaken: 24 Stunden in der "Grünen Hölle"
Dennis Herold (rechts im Bild mit Sprühflasche in der Hand) stehen 24 anstrengende Stunden am Nürburgring bevor. Er betreut zwei Opel Astra OPC des Teams Lubner Motorsport aus Georgenthal in Thüringen. FOTO: A.T.U.
Voerde/Dinslaken. Dennis Herold aus Voerde ist als Kraftfahrzeug-Mechaniker am kommenden Wochenende am Nürburgring dabei. Mit neun Kollegen betreut er zwei Opel-Flitzer, die jeweils satte 330 Pferdestärken auf die Rennstrecke bringen.

Zweimal rund um die Uhr - das hat mit seinem normalen Arbeitsalltag auf den ersten Blick nichts zu tun. Doch wenn der Voerder Dennis Herold am kommenden Wochenende, 27. und 28. Mai beim legendären 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring Teil eines großen Motorsport-Teams sein wird, werden exakt jene Fähigkeiten gefordert sein, mit denen der Kfz-Meister und Gebietsleiter der A.T.U-Meisterwerkstätten in Duisburg, Dinslaken und Kleve seine Arbeit versieht. "Wie in unseren Werkstätten müssen wir beim Rennen extrem präzise, sorgfältig und vor allem fehlerfrei arbeiten - und das so schnell wie möglich und zweimal rund um die Uhr, eben 24 Stunden lang. Das ist eine echte Herausforderung, die man nur als Team meistern kann", sagt Dennis Herold.

Seine Vorfreude auf das größte Autorennen der Welt, das auf der berühmt-berüchtigten Nordschleife des Nürburgrings ausgetragen wird, die der dreimalige Formel-1-Weltmeister Jackie Stewart einst "Grüne Hölle" taufte, ist riesig. Als sein Arbeitgeber die bundesweite Mitarbeiter-Aktion ausschrieb, war er sofort Feuer und Flamme. Umso größer war verständlicherweise seine Begeisterung, als er unter 10.000 Mitarbeitern, die das Unternehmen mit Sitz in Weiden in der Oberpfalz in über 600 Filialen zählt, ausgewählt wurde.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit A.T.U beim 24-Stunden-Rennen dabei sind. Schon bei den Einsätzen zur Vorbereitung auf den Nürburgring-Klassiker war die Resonanz sehr gut. Die Zusammenarbeit im Team macht richtig Spaß", berichtet Dennis Herold, der i schon seit zehn Jahren bei A.T.U arbeitet. Autos sind seine Leidenschaft, und so begeistert ihn auch der Motorsport schon seit jeher.

Mit neun Kollegen aus seinem Unternehmen wird Dennis Herold bei den 24-Stunden-Rennen am Nürburgring, bei dem über 160 GT-Sportwagen und Tourenwagen an den Start gehen und wie in jedem Jahr annähernd 200.000 Fans an die mit 25,738 Kilometer längste und schwierigste Rennstrecke der Welt pilgern werden, zwei Opel Astra OPC des Teams Lubner Motorsport aus Georgenthal in Thüringen einsetzen und betreuen. Satte 330 PS aus einem Zweiliter-Turbomotor leistet das Sportgerät mit dem "Blitz". Nicht nur die Mechaniker sind Meister ihres Fachs, auch das siebenköpfige Fahrerteam. So wird beispielsweise auch der Deutsche Rallye-Meister Mark Wallenwein aus Stuttgart am Volant eines der beiden Opel im markant roten Design drehen.

Der Druck, über 24 Stunden Höchstleistung zu bringen, lastet auf Fahrern wie Mechanikern. Dass ihm 200 A.T.U-Mitarbeiter am "Ring" auf die Finger schauen werden, belastet Dennis Herold jedoch genauso wenig wie die Tatsache, dass die zuhause gebliebenen Kollegen den außergewöhnlichen Marathon-Einsatz im Livestream verfolgen können und das Großereignis von RTL und RTL Nitro über 25 Stunden live übertragen wird, womit der Kölner Privatsender einen neuen Rekord für die längste Liveübertragung einer Sportveranstaltung aufstellen will.

Vielmehr spornt es ihn an, dass der Einsatz am berühmten Nürburgring obendrein noch einem karikativen Zweck dient. Denn für jede Runde, die von den beiden roten Opel auf der vor 90 Jahren eröffneten "Gebirgs-, Renn- und Prüfstrecke" in der Eifel, die Mensch und Material auch heute noch extrem fordert, gefahren wird, gehen 30 Euro an die Christine-Herzog-Stiftung für Mukoviszidose-Kranke. Vor einem Jahr drehten die beiden Astra von Lubner Motorport zusammen 223 "Ring"-Runden und feierten damit einen brillanten Doppelsieg in der Klasse. Dennis Herold ist entsprechend hoch motiviert.

Quelle: RP
 
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