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Analyse
40 bis 50 Studienplätze schon abgesichert

Dinslaken. Hintergrund Die Friedrich-Althoff-Akademie will zum Wintersemester 2017/2018 an den Start gehen Von Heinz Schild

Das Ziel ist weiterhin genau im Blick: Zum Wintersemester 2017/2018 sollen an der Friedrich-Althoff-Akademie die ersten Studiengänge angeboten werden. Derzeit ist Daniel Lorberg, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des Vereins Hochschulstadt Dinslaken, der sich die Realisierung des ehrgeizigen Projektes auf die Fahnen geschrieben hat, jeden Tag in dieser Sache unterwegs und führt Gespräche, um dem Ziel wieder einen Schritt näher zu kommen. Wie er gegenüber der RP sagte, "läuft alles gut". Er ist daher guter Dinge und geht davon aus, dass die künftige Akademie der nachhaltigen Wissenschaften im kommenden Jahr mit 40 bis 50 Studienplätzen an den Start gehen wird, denn für diese Anzahl liegen Lorberg bereits Finanzierungszusagen vor. Das Studium in Dinslaken soll nach seinen Vorstellungen für die Studenten möglichst kostenfrei sein, auch sollen sie, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen, Bafög erhalten. Es wird Freistipendien sowie duale Studienplätze von Unternehmen geben.

Die noch zu gründende Akademie wird, so sehen es die Planungen vor, als Franchisenehmer einer bestehenden Hochschule agieren. Gespräche mit Fachhochschulen und Universitäten sowie deren Gremien (wie Dekanat, Präsidium, Hochschulrat) wurden und werden auch weiterhin geführt. In der jetzigen vorlesungsfreien Zeit ist dies etwas aufwändiger. Mehr als ein Angebot von privaten Hochschulen hat Lorberg wegen zu hoher Studiengebühren bereits abgelehnt, wie er sagte. Denn die angestrebte Kooperation müsse zu Dinslaken passen. Bei den künftigen Räumlichkeiten sei man bereits sehr gut bedient. Hier wird es eine Kooperation mit einer wichtigen Bildungseinrichtung in Dinslaken geben. Gegenwärtig wird noch der Vertrag erarbeitet. "Ich kenne die Räume konkret, sie liegen gut und entsprechen unseren Ansprüchen", sagte Daniel Lorberg. Der Verein will seine Tätigkeit nicht darauf beschränken, akademische Studienmöglichkeiten in Dinslaken zu etablieren. Er will sich auch dafür stark machen, dass für Studenten die Möglichkeiten, in der Stadt zu leben, zu lernen und zu arbeiten, verbessert werden. Untersuchungen belegten, dass die Abwanderung der 18- bis 25-Jährigen extrem hoch sei, was auch für die Nachbarkommunen Voerde und Hünxe gelte. Das führe dazu, dass die Region schnell alt werde und wenig innovativ sei. Da gelte es, gegenzusteuern. Deshalb sollen mehr Angebote für junge Menschen geschaffen werden.

"Die Studenten sollen sich in Dinslaken wohlfühlen", sagt Daniel Lorberg. Dazu gehört es für ihn auch, eine studentische Kulturszene zu fördern. Bereits jetzt arbeitet er zielgerichtet darauf hin, denn er will damit nicht warten, bis die geplante Friedrich-Althoff-Akademie eigene Studenten hat.

Quelle: RP
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