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Dinslaken
56-Jährige nach Unfall in Lebensgefahr

Dinslaken: 56-Jährige nach Unfall in Lebensgefahr
Erst ein Straßenbaum bremst die unkontrollierte Fahrt des Autos. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. In Dinslaken ist eine Frau bei einem Unfall am Mittwoch schwer verletzt worden. Ein Autofahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und die Fußgängerin erfasst. Dann war der Wagen frontal gegen einen Baum geprallt. Von Florian Langhoff

Auf dem Asphalt an der Unfallstelle an der Kreuzung von Wiesenstraße, Schlossstraße und Friedrich-Ebert-Straße liegen zwei Schuhe und ein Regenschirm, markiert mit weißer Sprühfarbe. Die Sachen gehörten augenscheinlich der Fußgängerin, die von dem Auto erfasst wurde. Das Fahrzeug steht noch an dem Baum, der die unkontrollierte Fahrt des Wagens beendete. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr befreien den Fahrer aus dem Wagen, Rettungskräfte versorgen ihn. Auch die Fußgängerin wird behandelt. Beide Unfallbeteiligten sind schwer verletzt, das Auto hat Totalschaden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist der Autofahrer - ein 63-jähriger Mann aus Dinslaken - gegen 10.40 Uhr aus Richtung Neutor-Galerie kommend auf der Wiesenstraße unterwegs, als er, so die ersten Vermutungen, einen Krampfanfall erleidet. Der führt dazu, dass er das Gaspedal durchtritt und die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert. Zeitgleich will eine 56-jährige Dinslakenerin die Kreuzung von der Schlossstraße kommend in Richtung Friedrich-Ebert-Straße zu Fuß überqueren. Im Kreuzungsbereich erfasst das Auto die Fußgängerin. Das Wagen rast ungebremst über die Straßenbahnschienen und prallt frontal gegen einen Baum.

Die Polizei hat die Spuren gesichert. Kreise aus weißer Farbe markieren die Stellen, wo ein Schuh und der Schirm der Fußgängerin liegen geblieben sind. FOTO: Martin Büttner

Rettungshubschrauber landet im Stadtpark

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte ist der Fahrer des Wagens bewusstlos. Er muss von den Wehrleuten aus dem Wrack befreit werden. Die Fußgängerin ist so schwer verletzt, dass der Notarzt den Rettungshubschrauber anfordert. Der landet wenige Minuten später im Stadtpark. Die Frau wird in eine Duisburger Klinik geflogen. Lebensgefahr kann die Polizei auch am Abend noch nicht ausschließen.

Schnell haben die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr den Unfallbereich großräumig abgesperrt, um die beiden Verletzten in Ruhe versorgen zu können. Die Fahrzeuge auf der Wiesenstraße werden von Polizisten auf beiden Seiten der Unfallstelle umgeleitet. Auch die Friedrich-Ebert-Straße bleibt für den Verkehr aus Richtung Innenstadt gesperrt. In Richtung Innenstadt können die Autos weiterrollen. Ein Polizist steht auf der Kreuzung, der das regelt.

Die Rettungskräfte befreiten den Fahrer aus seinem Auto und behandelten ihn. Er war nicht ansprechbar. Nach der Notversorgung brachte ihn der Rettungswagen ins Krankenhaus. FOTO: Martin Büttner

Die Einsatzkräfte informieren umgehend die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) über den Unfall an der Straßenbahnstrecke. Die stoppt den Verkehr auf den Schienen zwischen dem Dinslakener Bahnhof und der Haltestelle Trabrennbahn. Eine Straßenbahn steckt ohnehin schon an der Unfallstelle fest. Fahrgäste steigen aus und setzen ihren Weg zu Fuß fort. Die Fahrbahn der Friedrich-Ebert-Straße bleibt bis etwa 13.40 Uhr gesperrt.

Da die Umstände des Unfalls noch unklar sind, hat die Polizei einen Unfallsachverständigen hinzugezogen.

Hinweise auf den genauen Unfallhergang nimmt die Polizei in Dinslaken unter Telefon 02064 6220 entgegen.

Quelle: RP