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Dinslaken
56 Künstler wollen Skulptur für den Wolff-Platz bauen

Dinslaken. 56 Künstlerinnen und Künstler, überwiegend Bildhauer, haben sich für den von der Stadt ausgelobten Wettbewerb für eine Skulptur auf dem Jeanette-Wolff-Platz gemeldet.

Darunter befinden sich auch zwei Bewerbungen aus Dinslaken. Die Aufforderung, einen Entwurf einzusenden, der den Geist der verstorbenen sozialdemokratischen Politikerin jüdischer Abstammung symbolisiert, fand bundesweite ein unerwartet großes Echo. Die Jury hat demnächst die Qual der Wahl, denn maximal zehn Arbeiten werden ausgewählt. Die ausgeguckten Künstler werden aufgefordert, bis 8. Oktober Modelle im Maßstab eins zu fünf einzureichen. Diese werden voraussichtlich vom 14. bis 22. Oktober den Bürgern in der Neutor-Galerie vorgestellt.

Das Publikum hat ein Mitspracherecht und kann sich per Stimmkarte für einen Vorschlag entscheiden. Das mehrheitliche Votum der teilnehmenden Bürger wird von der achtköpfigen Jury als gleichberechtigter Vorschlag berücksichtigt. Der Wettbewerb ist mit 2000 Euro dotiert. Für das Realisieren des preisgekrönten Entwurfs werden 30.000 Euro bereitgestellt. Am 16. November wird der oder die Gewinnerin bekanntgegeben.

Mit der noch zu schaffenden Plastik an zentraler Stelle in der Innenstadt will die Stadt mehrere Dinge erreichen: erstens soll die Erinnerung an Jeanette Wolff und deren Ziel, die Aussöhnung zwischen Christen und Juden zu fördern, wachgehalten werden, zweitens sollen die von ihr allgemein vertretene Toleranz und das Bemühen für ein friedliches, demokratisches Miteinander gewürdigt werden. Drittens will die Stadt ein Mehr an Aufenthaltsqualität für den Platz am Seiteneingang der Neutor-Galerie.

Quelle: RP
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