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Voerde
65 Jahre Gemeindehaus Rönskenhof

Voerde. Am 1. Juli 1951 wurde an der Friedhofstraße der erste Gottesdienst gefeiert.

In diesem Sommer besteht das Gemeindehaus Rönskenhof an der Friedhofstraße in Voerde 65 Jahre. Im jüngsten Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm hat sich Marlies Wellmer mit diesem Jubiläum befasst. "Der erste Gottesdienst nach vorhergehenden Behelfsversuchen fand dort am 1. Juli 1951 statt. Der Rönskenhof wurde Heimat für den kirchlichen Unterricht, für die Jugend, die Frauenhilfe, für den gemischten Chor und Posaunenchor, für Evangelisationen und andere Gemeindeveranstaltungen.

Um den alten Hof sammelt sich seit dem 1. Oktober 1963 ein zweiter Voerder Pfarrbezirk, der bis Oktober 1964 in der Hand des Voerder Pastors blieb. Am 1. November 1964 übernahm Pastor Schoenborn aus Holten-Biefang, der treue Helfer in der Kriegszeit, den neuen Bezirk. Er starb nach langer Krankheit 1967. Inzwischen hat Voerde II seit dem 30. Oktober 1966 schon seinen ersten Pfarrer mit Hans-Joachim Trauthig, bisher in Scheib-Furpach (Saarland)."

Das schreibt Pfarrer Wolfgang Petri (gestorben 1. Mai 1992) in seiner "Geschichte der reformierten Kirchengemeinde Voerde/Niederrhein". Der Nachfolger von Pfarrer Trauthig, Pfarrer Matthias Jung (1990 bis 2014), feierte mit der Gemeinde im Jahr 2001 bereits das 50-jährige Jubiläum. Zeitzeugen berichteten seinerzeit: Berge von Steinen türmten sich vor dem Haus, die alle "abgepickt" werden mussten. Kinder halfen den Frauen aus der Frauenhilfe und Nachbarschaft bei dieser Arbeit. Schwester Wilhelmine (Kaiserswerther Diakonisse) organisierte die Aufführung eines Theaterstücks. Das Schauspiel fand auf einem Heuwagen statt, die Eintrittsgelder wurden der Kirchengemeinde für die Renovierung zur Verfügung gestellt.

Das war 1948/49. Inzwischen haben Generationen von Voerdern aus dem früheren sogenannten "Alexanderbezirk" im Gemeindehaus Rönskenhof Gottesdienste und Feste miteinander gefeiert, nehmen aktuell am Frauenfrühstück oder an der "Besinnlichen Unterbrechung" teil. Die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde findet dort statt.

Seit dem 2. Dezember finden keine regelmäßigen Gottesdienste mehr im Rönskenhof statt. Es ist aber immer noch Leben in dem mit so viel Mühe und Einsatz vor 65 Jahren und mehr erbauten Gotteshaus.

Quelle: RP
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