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Voerde
Abschied nach 77 Dienstjahren am Gymnasium

Voerde. Das Gymnasium Voerde hat Klaus Dietrich und Helmut Schürken in den Ruhestand verabschiedet.

Klaus Dietrich studierte von 1969 bis 1975 Mathematik und Sozialwissenschaften in Bochum. Das Referendariat leistete er am Bertha-von-Suttner-Gymnasium ab. Ans Gymnasium Voerde (GV) kam er im August 1979, wo er 1980 zum Oberstudienrat befördert wurde. 1987 absolvierte er eine Fortbildung zur Erlangung der Lehrbefähigung im Fach Informatik. Zusammen mit einem Kollegen hatte er das Fach in den 1980er-Jahren am GV eingeführt.

Am liebsten unterrichtete Dietrich den Leistungskurs Mathematik - für ihn immer wieder eine Herausforderung. Auch sehr gern hat er Informatik in der Oberstufe unterrichtet, vor allem weil das Fach aufgrund seiner Neueinführung noch viele Freiheiten bot und man immer wieder Neues ausprobieren konnte. "Schnörkellos, unprätentiös und entspannt", nannte Schulleiter Gerd Kube Dietrich in seiner Abschiedsrede.

Seit 1999 war Dietrich Mitglied im Oberstufenteam des Gymnasiums und betreute damit als Beratungslehrer acht Oberstufenjahrgänge bis zum Abitur. Besonders gefallen hat ihm in der Oberstufenarbeit die enge Zusammenarbeit mit anderen Kollegen und die besondere Nähe zu den Schülern in der Beratung. "Ehrlichkeit und Herz" seien besondere Eigenschaften seiner Arbeit gewesen, betonte Gerd Kube in seiner Rede. Von 2005 bis 2014 war Dietrich im Lehrerrat aktiv.

Helmut Schürken studierte von 1971 bis 1976 Diplom-Biologie mit dem Hauptfach Biochemie und den Nebenfächern Physikalische Chemie und Botanik in Köln. Als Freiwilliger absolvierte er von 1976 bis 1977 das Referendariat am Gymnasium Voerde, wo er als Studienrat fest angestellt wurde. 1981 wurde er zum Oberstudienrat befördert.

Seit 2012 war Schürken Mitglied des GV-Lehrerrats. Zuvor war er mit jeweils einjährigen Laufzeiten schon mehrmals dabei. Da er von 1989 bis 2014 auch im Stadtrat in Voerde aktiv war, war es für ihn immer eine Selbstverständlichkeit, sich für die Allgemeinheit einzusetzen. Schulleiter Gerd Kube betonte, die Arbeit des Kollegen sei "nie ausschließlich angetrieben vom Gedanken an die Karriere gewesen, sondern vom Einsatz für die Menschen". Da Schürken durch sein Studium eher wissenschaftlich ausgerichtet war, hat er besonders gern in der Oberstufe unterrichtet.

Bekannt war Schürken am GV für die Vielzahl seiner Projekte. Das größte, aufwändigste und auch teuerste Projekt Schürkens und zugleich des Gymnasiums war der Bau des Schülercafés von 2012 bis 2014. Dieses Projekt hat Maßstäbe gesetzt, nicht zuletzt technisch: Als Plus-Energie-Haus liefert es durch seine rund 80 Quadratmeter große Photovoltaikanlage und durch seine herausragenden Dämmwerte das Mehrfache an Energie, als es für den Betrieb selbst verbraucht. Mit Schürken gehe, so Schulleiter Gerd Kube, "eine Ära der Schulgestaltung zu Ende. Was er hinterlassen hat, ist einzigartig."

In der Schule wird Schürken so schnell nicht vergessen werden: Am Tag seiner Entlassung wurde der Innenhof zum Lehrerzimmer Helmut-Schürken-Platz getauft. Ein entsprechende Beschilderung hatten Schulleitung und Lehrerrat zuvor anfertigen und anbringen lassen.

Quelle: RP
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