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Dinslaken
Afrika zieht in die Villa Kunterbunt ein

Dinslaken. An der Kindertagesstätte entsteht eine Außenwerkstatt für das Färbegarten-Projekt. Der Künstler Fetra Malefane hilft den Mädchen und Jungen bei der Gestaltung des Gartenhauses. Von Daria Delshad

Das Holzhaus ist eine "Villa", und zwar eine ziemlich farbenfrohe. Rote Kreise, grüne Rauten, gelbe Drei- und Vierecke zieren die Außenwände. Das Haus steht in einem kleinen Garten und soll der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt an der Otterstraße künftig als Außenwerkstatt dienen. Hier sollen Farben hergestellt, Wolle gewaschen und gefärbt werden. Die Jungen und Mädchen der Kita können sich richtig ins Zeug legen.

"Nachhaltigkeit" ist dabei das Stichwort. Denn das Schöne ist: Alles ist natürlich. Die Farben, mit denen das Haus fleißig gestaltet wird, werden ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt. Zutaten wie Magerquark, Sumpfkalk, Wasser und Marmormehl dienten zunächst für die weiße Grundierung.

Zur Herstellung der Farben werden natürliche Farbpigmente genutzt. Unangenehme und gefährliche chemische Prozesse sind also ausgeschlossen.

Der Südafrikaner Fetra Malefane ist Künstler und Projektteilnehmer des Färbergartennetzwerks sevengardens, das auch Partner der Villa Kunterbunt ist. Er verwandelt das Haus mit den Kindern in eine afrikanische Hütte. In seiner Heimat hat er Kunst studiert, hat viele Projekte für den guten Zweck realisiert. Seit Dezember 2014 lebt er in Deutschland. Bürgermeister Dr. Michael Heidinger hat ihn als sevengardens-Dialoger ausgezeichnet. Im August will er eine Ausbildung zum Tischler beginnen und danach studieren. "Im Inneren bleibe ich ein Künstler", lächelt Fetra Malefane, "Handarbeit gefällt mir." Bei den Kindern sei er sehr beliebt, erzählt die Leiterin der Kindertagesstätte, Sigrun Kampen.

"Ich finde es toll, dass die Kinder mitmachen. Ich habe auch sehr viel von ihnen gelernt, sie haben mir geholfen, Deutsch zu lernen", sagt der 26-jährige Künstler. Auch Sigrun Kampen ist positiv gestimmt. "Fetra ist ein Freund", sagt sie. Die Kinder werden somit selbst zu kleinen Künstlern und zeigen großes Interesse an der Mitgestaltung der Hütte und den Tätigkeiten in der Außenwerkstatt. Zudem lernen die Kinder schon früh, was Nachhaltigkeit und Umweltschutz bedeutet.

Ganz fertig ist die südafrikanische Hütte noch nicht, doch die Arbeit daran wird fortgeführt, damit dort bald handwerklich gearbeitet werden kann.

Quelle: RP
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