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Dinslaken
Altmetall wird nun mit Sperrmüll abgeholt

Dinslaken: Altmetall wird nun mit Sperrmüll abgeholt
Veränderungen gibt es in diesem Jahr bei der Sperrmüllabfuhr. FOTO: Gabriel
Dinslaken. Stadt sammelt mehr Wertstoffe. Elektroschrott füllt 157 Container. Erlöse fließen in Gebührenhaushalt.

Vor einem Jahr kam die große Umstellung. Seitdem kommen die Müllwagen nur noch alle 14 Tage. Und weil die Biotonne eingeführt wurde, können bis zu vier verschiedene Müllbehälter vor dem Haus stehen. Auch mit dem Start dieses neuen Jahres gibt es Änderungen bei der Müllentsorgung. Über die Änderungen bei der Sammlung von Wertstoffen informiert Rudi Hüsken, stellvertretender Geschäftsbereichsleiter beim Din-Service.

Altpapier wird schon in Dinslaken gesammelt, auch Altkleider werden weiterverwertet. In diesem Jahr wird die Sammlung von Altmetall und Elektronik ausgeweitet. Hintergrund hierfür ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz, das eine getrennte Sammlung von Metall- und Kunststoffabfällen vorschreibt. Schon jetzt ist die Abgabe von Altmetall und Kunststoffen auf dem Wertstoffhof an der Kregelstraße 109 möglich, aber nun kann Altmetall auch bei der Sperrmüllabfuhr angemeldet werden. Heizkörper oder Badewannen können somit über den Din-Service entsorgt werden.

Was hat die Stadt davon? Die in den Geräten enthaltenen Schadstoffe werden sachgerecht entsorgt und wertvolle Stoffe wiederverwendet. Dinslaken verkauft die Sachen, erzielt damit Erlöse, die in den Gebührenhaushalt einfließen. Unterm Strich könnten so die Gebühren gesenkt werden. Deshalb bittet der Din-Service die Bürger, Wertstoffe wie große Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Altmetall nicht mehr für die Abholung an die Straße zu stellen, sondern die Sachen auf dem Grundstück bereitzustellen und den Standort auf dem Grundstück bei der Sperrmüllanmeldung anzugeben. Denn ein großes Problem ist der Diebstahl solcher Geräte. Die Stadt wolle auf diese Weise etwas Gutes für die Bürger tun, die Sachen dürfe keiner wegnehmen. "Uns gehen Erlöse verloren durch die unrechtmäßigen Mitnahmen", betont Hüsken. Die Stadt will mit den Sachen keinen Reibach machen, die Erlöse fließen in den Gebührenhaushalt ein.

Bei der Abgabe von Elektro- und Elektronikaltgeräten bei der Sperrmüllabfuhr oder am Wertstoffhof müssen die Akkus beziehungsweise die Lithiumbatterien vorher entfernt werden. "Soweit sie am Gerät zugänglich sind", fügt Hüsken hinzu.

Die Entsorgung von sperrigen Gütern, kaputten Fernsehern oder Kühlschränken über den Wertstoffhof an der Krengelstraße wird rege angenommen. Genaues Zahlenmaterial liege nicht vor, so Hüsken. Der Din-Service geht von schätzungsweisen 250 Anlieferungen täglich aus. Die höchsten Frequenzen weisen die Freitage und Samstage auf, so Hüsken. "Aus Platzgründen kommt der Wertstoffhof an diesen Tagen an seine Grenzen."

Welche Mengen anfallen, lassen sich laut Hüsken nicht beziffern. Bekannt ist aber, dass im vergangenen Jahr 157 Container nur mit Elektroschrott abgefahren worden. Und jeder Container hat ein Volumen von 34 Kubikmetern.

(mt)
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