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Dinslaken
Altstadt hofft jetzt auf Winterzauber

Dinslaken. Während sich die einen darüber freuen, dass es in diesem Winter einen Weihnachtsmarkt vor der Neutor-Galerie geben soll, sehen die anderen, dass sich der Schwerpunkt der städtischen Aktivitäten auch in der Adventszeit in Richtung Neutor verlagert.

Bereits zum zweiten Mal nacheinander war im vergangenen Jahr der Bürgerweihnachtsmarkt ausgefallen, den man 2009 auf den Weg gebracht hatte, um das Ambiente der Altstadt mit einem adventlichen Angebot für Bürger und Vereine zu beleben. Wenn es auch Verbesserungspotenzial gab: Das Projekt entwickelte sich, 2011 wurde die Weihnachtsausstellung im Voswinckelshof einbezogen. Als diese im vergangenen Jahr aufgrund der Archiv-Bauarbeiten ausfallen musste, blies man auch den Bürgerweihnachtsmarkt ab. Unter anderem, weil man bei der für das Stadtmarketing zuständigen Din-Event den Termin am vierten Adventswochenende kurz vor Weihnachten für unglücklich hielt, sollte das Konzept neu überdacht werden.

Als Alternative zum Bürgerweihnachtsmarkt legte Din-Event dann das Konzept für einen "Winterzauber" vor. Die Idee: Ein nicht mit anderen (Vor-)Weihnachtsmärkten konkurrierendes Angebot sollte im Januar und Februar mit Eisstockschießen, Kunsthandwerkermarkt und einer Märchenwelt in die Altstadt locken. Doch das im August vergangenen Jahres vorgelegte Konzept ließ sich nicht bis Januar realisieren. Die Vorbereitungszeit sei zu kurz gewesen, um Händler und Sponsoren zu überzeugen, hieß es, als im November das Projekt zu den Akten gelegt wurde.

Doch der Plan wurde jetzt wieder aus der Schublade geholt: Im Februar 2016 soll es nun in der Altstadt einen neuntägigen Winterzauber geben, im Anschluss an den Weihnachtsmarkt vor der Neutor-Galerie (der bis in den Januar reichen soll). Ein Konzept für einen Bürgerweihnachtsmarkt liegt bislang nicht vor. Immerhin soll es in diesem Jahr, vom 29. November bis 6. Dezember, wieder die Weihnachtsausstellung im Museum Voswinckelshof geben, 42 Aussteller haben sich bereits dafür angemeldet.

Bleibt zu hoffen, dass die Vorbereitungszeit für den Winterzauber im Februar diesmal ausreicht. "Allen, auch den Altstädtern, ist es klar, dass die Neutor-Galerie am Leben erhalten werden muss", sagt IG-Altstadt-Chef Ulrich Tekathen, "doch die Altstadt darf nicht abgehängt werden." In reiner Panik würde sich nun alles bei der Stadt auf den Neutor fokussieren, "das ist hier immer so, dafür lässt man erst alles andere kaputtgehen". Ein verheerender Kreislauf für Tekathen, das Gleichgewicht beider Zentren müsse erhalten werden, dafür aber müsse die Stadt endlich Geld in die Hand nehmen und auch die Händler müssten aufwachen. "Alles nur Ehrenamtlern überlassen, das reicht nicht."

(kub)
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