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Hintergrund
Angebot der Bibliothek Voerde kommt an

Voerde. Die städtische Bücherei in der Innenstadt verzeichnet für das vergangene Jahr eine Steigerung bei den Ausleihen um 7,5 Prozent auf über 108.000. Fast 24.000 Besucher wurden in der Einrichtung an der Straße Im Osterfeld gezählt. Von Heinz Schild

Die Stadtbibliothek ist in Voerde fest verwurzelt, ihre vielfältigen Angebote werden von den Bürgern, ob groß oder klein, stark genutzt. Das belegt der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015, den Bibliotheksleiterin Elke Krüger jetzt vorlegte und kürzlich den Mitgliedern des Sport- und Kulturausschusses der Stadt im Detail erläuterte. Bei der Ausleihe konnte die Einrichtung im Voerder Stadtzentrum im vergangenen Jahr eine Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zu 2014 verbuchen. Dabei war schon 2014 ein besonderes Jahr, in dem 100.868 Ausleihen registriert wurden, was einer Zunahme von 19 Prozent im Vergleich zu 2013 entspricht. Und mit diesem Ergebnis nahm die Stadtbibliothek Voerde eine herausragende Stellung bei den Bibliotheken im Regierungsbezirks Düsseldorf ein. Deshalb hatte Bibliotheksleiterin Elke Krüger gehofft, im Jahre 2015 die Zahlen von 2014 halten zu können. Doch es konnte 2015 mit 108.415 Ausleihen nochmals eine deutliche Steigerung von 7,5 Prozent ausgewiesen werden.

Die Bibliotheksstatistik zeigt, dass im Berichtsjahr 23.942 Besucher in die Einrichtung an der Straße Im Osterfeld kamen, das entspricht einem Schnitt von 96,5 pro Öffnungstag. Angesprochen von der Bücherei, die an das Rathausgebäude angebaut wurde, fühlen sich alle Bevölkerungsschichten, was die Frequentierung belegt. Im Berichtsjahr waren 44 Prozent der Nutzer Kinder im Alter bis 12 Jahre, neun Prozent der Besucher waren 13 bis 19 Jahre alt, 34 Prozent 20 bis 59 Jahre sowie 13 Prozent 60 Jahre und älter.

Ihren Nutzern bietet die Stadtbibliothek zahlreiche Veranstaltungen an: genau 141 waren es im vergangenen Jahr. So standen 66 Aktionen für Kindergartenkinder und 62 für Schulkinder an. Zudem gab es drei Ausstellungen und noch zehn weitere Veranstaltungen, wie Elke Krüger erläuterte. Priorität hat die Veranstaltungsarbeit für Kinder, die Leseförderung wird als eine unverzichtbare Aufgabe für die Stadtbibliothek angesehen. Dementsprechend wurde dieser Bereich, der dazu dient, den Nachwuchs an das Lesen heranzuführen, im Laufe der Jahre kontinuierlich ausgebaut, um damit auch dem Bedeutungszuwachs der Leseförderung gerecht werden zu können. Jedes Jahr werden beispielsweise jede Klasse der Erich-Kästner-Schule und der Otto-Willmann-Schule sowie jedes Vorschulkind zu mindestens einer Veranstaltung in die Stadtbibliothek eingeladen. Keinen Zweifel lässt Bibliotheksleiterin Elke Krüger daran, dass die Leseförderung ein Zukunftsthema bleibt.

Für die Kindergartenkinder gibt es die Vorlesezeit und die Aktion "Lesen macht stark" - bei beiden Veranstaltungsreihen geht es darum, schon den Jüngsten den Lesespaß zu vermitteln. Für die Schulkinder gibt es verschiedene Angebote: Aktion "Schnappt euch ein Buch" und Besuch der Märchenerzählerin (1. Schuljahr); Klassenführung durch die Bibliothek (2. Schuljahr); Buchgestaltung (3. Schuljahr); Buchvorstellung durch Bibliotheksmitarbeiter (4. Schuljahr); Buchrecherche im Internet und im Katalog (5. Schuljahr).

Ein Projekt für das laufende Jahr ist die multimediale Lernwelt. Hierbei geht es um die Integration von Flüchtlingen und den Abbau von Sprachbarrieren. Angesprochen sind in erster Linie Erwachsene. Jungen und Mädchen sind die Zielgruppe, wenn es heißt "Kinderleicht Deutsch lernen". Es geht um Sprachförderung für Flüchtlingskinder, die, wie die Erwachsenen, willkommen in Voerde geheißen werden - denn auch die Bibliothek öffnet sich für sich für Flüchtlinge.

Quelle: RP
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