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Dinslaken
Anwohnerparken: Viele Fragen offen

Dinslaken: Anwohnerparken: Viele Fragen offen
An der Blücherstraße sind Parkplätze oft schwer zu bekommen. Etliche Bürger, die dort wohnen, hoffen, dass Anwohnerparkausweise eingeführt werden. FOTO: Heinz Schild
Dinslaken. Das Thema ist ein Dauerbrenner. Gestern stand's wieder im Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr auf der Tagesordnung. Konkrete Antworten blieben aus. Die Stadt arbeitet noch an einem Konzept. Von Jörg Werner

Es klingt ein wenig, wie in den einst populären Radio-Eriwan-Witzen. Frage: Gib es genügend Parkplätze in Dinslaken? Antwort: Im Prinzip ja, nur eben nicht immer, nicht überall und nicht für jeden. Will heißen: Anders, als es in der Öffentlichkeit gesehen wird, gibt es in Dinslaken nicht zu wenig Parkplätze. Sie werden laut der vom Büro Brilon - Bondzio - Weiser ermittelten Zahlen nur falsch und von den Falschen genutzt, so dass es zu "punktuellen Überlastungen" kommt. Dem soll das im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachte neue Parkraumkonzept, das sich in der Umsetzung befindet, entgegenwirken. Und dabei soll dann auch gleich ein Problem geklärt werden, das von den Dinslakenern seit geraumer Zeit immer mal wieder heftig kritisiert wird. Speziell in der Innenstadt und in einigen ihrer Randbereiche haben die Anwohner Schwierigkeiten, ihre Autos regelgerecht abzustellen, was zum Beispiel dazu führt, dass sie den fahrbaren Untersatz auf Gehwegen parken.

Anwohnerparkausweise, für die eine Gebühr erhoben wird, könnten eine Lösung sein. Im Prinzip jedenfalls, da ist sich die Politik einig. Doch auch in diesem Fall lauert der Teufel im Detail, wie Christiane Wenzel, bei der Stadt zuständig für den Geschäftsbereich Recht und Ordnung, gestern im Ausschuss deutlich machte. Das fängt mit rechtlichen Fragen an. Was definiert einen Bewohner, der in den Genuss der gewünschten speziellen Parkregelung kommen kann, wie groß ist die noch zumutbare Entfernung zu seiner Wohnung, innerhalb derer der Ausweis gültig sein soll? Neben rechtlichen sind auch noch verkehrs- und stadtplanerische Überlegungen einzubeziehen. Schließlich gilt es nicht nur, die Interessen der Anwohner, sondern auch die von Geschäftstreibenden und Kunden zu berücksichtigen und abzuwägen.

Zu diesem Zweck ist ein Arbeitskreis aus allen entsprechenden Fachdiensten der Verwaltung installiert, der an Lösungen arbeitet. Die, so machte es die Politik noch einmal deutlich, sollten nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Das sieht die Verwaltung auch so. Mit den Untersuchungen zum Parkraumkonzept verfügt sie jedenfalls schon einmal über die notwendigen Daten. Jetzt gehe es darum, auf deren Grundlage trennscharf festzulegen, in welchen Straßen das Anwohnerparken möglich sein soll.

Bis zur nächsten Sitzungsfolge soll das Konzept stehen und dann dem Ausschuss präsentiert werden, versprach Christiane Wenzel.

Quelle: RP
 
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