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Dinslaken
Arbeitsunfall: Freispruch für Vorgesetzten des Opfers

Dinslaken. Das Duisburger Landgericht hat einen Arbeitgeber vom Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung freigesprochen. Das Dinslakener Amtsgericht hatte den Mann verurteilt, weil er durch bessere Überwachung einen Arbeitsunfall hätte verhindern können. In einer Montagehalle in Dinslaken war ein Arbeiter von einem herabfallenden Rohr getroffen worden, wohl weil sich ein Haken an der Befestigung löste. Die Tunnelröhre aus Wellblech hatte den am Boden liegenden Arbeiter eingequetscht. Rippenbrüche und weitere Verletzungen waren die Folge.

Das Duisburger Landgericht folgerte in zweiter Instanz, dass man dem Angeklagten keine Pflichtverletzung nachweisen könne. Das Amtsgericht dagegen war davon ausgegangen, dass der Angeklagte den Unfall verhindern können, wäre er seiner Aufsichtspflicht nachgekommen und hatte ihn zu einer Geldstrafe von 7500 Euro verurteilt. Es sei die Aufgabe des Angeklagten gewesen, für ausreichende Sicherheit und Beaufsichtigung zu sorgen. Eine Schuld des Angeklagten sah die Berufungskammer dagegen nicht.

(BL)
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