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Voerde
"Auf der Gest" entsteht Streuobstwiese

Voerde. Bürger-Interessen-Gemeinschaft und der Bauernmarktverein arbeiten Hand in Hand für das Projekt Baum-Lehrpfad. Von Sabine Lentz-Timte

Unweit des Rheins wird auf einer 5000 Quadratmeter großen Wiese gehämmert, gebohrt und gesägt. In Spellen packen viele Dorfbewohner mit an, um den ersten Teil des Projekts "Baum-Lehrpfad" in die Tat umzusetzen. Die Rede ist von der Streuobstwiese "Auf der Gest". Sie liegt in unmittelbarer Nähe zum Ortskern und grenzt an das Gelände des Kindergartens. Hier pflanzen mehrere Teams verschiedene alte Sorten Obstbäume an, die in zwei, spätestens in drei Jahren erstmals Früchte tragen werden. Möglich wurde dies durch die Spendenbereitschaft von Privatleuten und Firmen. 20 Bäume sind bereits gepflanzt, zehn weitere samt Befestigungsmaterial fehlen noch.

Initiator ist der erste Vorsitzende des Bauernmarktvereins Spellen, Ludger Ernsting, dem die Wiese gehört. "Diese Idee kam mir im Jahr 2014, weil wir mit den Kindergartengruppen immer ein ,Gesundes Frühstück' veranstalten und die Knirpse gestalten es mit. Dazu gehören auch Äpfel, und die können sie bald selbst pflücken", erzählt er.

Mit im Boot sitzt die Bürger-Interessen-Gemeinschaft (BIG), die das Projekt tatkräftig unterstützt. Die Wiese wird demnächst auch für andere Vorhaben genutzt. Momentan überragt ein aktuell verlassenes Storchennest das Gebiet, demnächst kommen noch zwei weitere hinzu. Das eine war von einem Paar im vergangenen Jahr bewohnt worden. Es zog zwei Nestlinge groß.

In ein paar Wochen werden auf der Wiese zwei Bienenvölker angesiedelt, ab Ende März werden die Milchkühe von Landwirt Christian Hülsemann auf dem Stück auch genüsslich Gras fressen. Die Jungen und Mädchen vom katholischen Kindergarten können alles genau beobachten, weil ihr Außengelände an das der Streuobstwiese angrenzt. "Die Kinder haben einen Logenplatz", sagt Ludger Ernsting.

Doch dieses Fleckchen Erde soll nicht nur dem Naturschutz dienen, sondern auch Begegnungsstätte für die Bewohner des Dorfes werden, "um den jetzt schon guten Zusammenhalt untereinander weiter zu fördern", berichtet Ludger Ernsting, und um allen Naturinteressierten die Möglichkeit zu bieten, die Natur hautnah zu erleben. Im nächsten Jahr wollen die Spellener dann wieder die Ärmel hochkrempeln und ihren Pfad vollenden. Doch auf den Straßen "Auf der Gest", "Auf dem Pickenberg" und "Am Schied" werden nicht nur Obstbäume gepflanzt, sondern auch Laubbäume.

Wer sich in das Projekt einbringen möchte, kann einen Baum spenden. Die Kosten für Baum und Befestigungsmaterial inklusive Pflege für die nächsten fünf Jahre belaufen sich auf 200 Euro. Interessierte können sich an Ludger Ernsting wenden.

Quelle: RP
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