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Dinslaken
Auf Sommertour entlang der Emscher

Dinslaken: Auf Sommertour entlang der Emscher
Stefan Zimkeit (v.l.) mit dem Vorsitzenden des SPD-Landtagfraktion, Norbert Römer, RAG-Chef Bernd Tönnies und Dinslakener Parteifreunden FOTO: Hermann
Dinslaken. Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer, besuchte das Kreativquartier Lohberg.

Beim nächsten Besuch des Kreativquartiers Lohberg (KQL) werde er in Begleitung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel kommen, versprach Norbert Römer zum Abschied. Römer, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen SPD-Landtagsfraktion, machte am vierten Tag seiner Sommertour entlang der Emscher Halt in Lohberg, um sich ein Bild vom Strukturwandel in der Gartenstadt zu machen.

Auf seinem Rundgang über das Gelände wurde der Sozialdemokrat vom RAG-Vorstandsvorsitzenden Bernd Tönjes, dem Landtagsabgeordneten Stefan Zimkeit und örtlichen Parteifreunden begleitet. Ausgangspunkt der Tour war der Wasserturm, in dem sich der Tross von Projektleiter Bernd Lohse über die aktuellen Bebauungspläne und das Energiekonzept informieren ließen. Im Anschluss ging es über das rund 40 Hektar umfassende ehemalige Zechengelände, auf dem im Süden noch etwa einen Monat lang die Abrissbagger das Gelände begradigen, während im Norden die ersten von 250 Wohneinheiten entstehen. Das Kreativquartier ist energetisch als CO2-neutraler Standort geplant und so ein Vorzeigeprojekt in Sachen Energieeffizienz. "Hier entwickelt sich was - das kann man mit Selbstbewusstsein sagen", resümierte Römer, der das Zechengelände noch als Arbeitsplatz für Tausende Bergmänner in Erinnerung hatte. In seiner politischen und beruflichen Laufbahn engagiert sich der Sozialdemokrat seit Jahrzehnten stark für Arbeitnehmerrechte, war unter anderem auch Gewerkschaftssekretär bei der damaligen IGBE. Daher betonte Römer, dass es wichtig sei, den Wandel ohne soziale Umbrüche, politische Eruptionen und bleibende Narben zu gestalten: "Die Voraussetzungen, dass das hier geht, sind gegeben", konstatierte der Sozialdemokrat und verwies beispielhaft auf das Technologiezentrum in Dortmund, das er bereits vor drei Tagen auf seiner Sommertour besuchte.

Wichtig sei in Lohberg, das hob Dinslaken Erste Beigeordnete Christa Jahnke-Horstmann hervor, dass man sich auf ein integriertes Handlungskonzept stützt, das nicht nur punktuell Entwicklungen ins Auge fasst, sondern städtebaulich, sozial, wirtschaftlich und bildungspolitisch einer Gesamtstrategie folgt. Der in Castrop-Rauxel lebende Römer erinnerte an Fehlentwicklungen in anderen europäischen Ländern, in denen der Strukturwandel zu schnell vollzogen wurde, ohne die Bevölkerung dabei mitzunehmen. So mahnte er zur Vorsicht, gab sich aber gleichzeitig kämpferisch: "Wir im Revier können Wandel", so das Credo seiner Sommertour entlang der Emscher, das er in Lohberg bekräftigte.

(D.K.)
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