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Dinslaken
Aufregung ist spürbar bei der Kostümprobe

Dinslaken. Am 9. Dezember feiert das neue Eismärchen "Das verlorene Licht" von "Anja's Kids on Ice" Premiere.

"Ich schmeiß alles hin und werd' Prinzessin" - diesen Eindruck vermitteln die Kinder bei den Kostümproben, die dieses Jahr am zweiten und dritten Wochenende im Dezember bei der Aufführung des Eismärchens dabei sind. Es geht zu wie in einem Bienenstock, oben in dem kleinen Raum über der Eisfläche der Eissporthalle. Dort ist es schön warm. Muss es auch, denn die jungen Akteure der Eis-Theaterschule "Anja's Kids on Ice" Dinslaken müssen sich hier umziehen. Es wird abgesteckt, was noch nicht perfekt sitzt, hier gezuppelt, dort gezogen. Paillettenbänder werden von Eltern geliefert und Kleider in schützenden Hüllen, deren wahre Schönheit erst später zu sehen sein wird. Am 9. Dezember muss alles sitzen: Dann feiert das neue Eismärchen "Das verlorene Licht" mit 180 Akteuren Premiere.

Karin Kamps (77) ist nicht nur die Mutter von Anja Reichelt, die seit 1983 mit ihren selbst geschriebenen Geschichten "Anja's Kids on ice" das Publikum begeistert - sie ist eine heimliche Königin. "Sie hält alles zusammen", sagt Oliver Claus, Vater von Emily (8), die beim Eismärchen mittanzt. In dieser kurzen Zeit, erzählt Claus, werde eine beeindruckende Leistung erbracht.

"Oma Karin", wie sie liebevoll von den Kindern genannt wird, zeigt aber nicht nur die schillernden Kostüme, sie plaudert auch aus dem Nähkästchen, berichtet zum Beispiel, dass es ihr immer wichtig war, keinen reinen Eiskunstlauf anzubieten. Die Kinder sollen sich frei fühlen und ohne Druck aufs Eis gehen. Diese Einstellung ist bei den Mädchen spürbar, ganz gleich, ob sie drei oder 16 Jahre alt sind. Schon die Kleinsten werden beim Eismärchen dabei sein. Fabiola Richter (9) ist noch nicht lange dabei, es ist erst ihre zweite Aufführung. Sie ist aufgeregt, denn sie spielt eine der Hauptrollen, "Lena", ein armes Mädchen in dem Eismärchen. Ihr Kostüm passt perfekt. Aber was "Lena" in dem Märchen genau tut, das verrät sie natürlich nicht.

Zuhause hängen 1000 Kleider, erzählt Kamps, und ohne einen Fundus in Duisburg, wo Stoffe, 5000 Kostüme und Accessoires lagern, gehe es nicht. Der Aufwand und die Arbeit seien enorm, eine logistische Meisterleistung, damit am Ende die Zuschauer dieses über die Stadtgrenzen weit bekannte Eismärchen sehen dürfen. Die Arbeit lohne sich aber, sagt sie, während um sie herum Kinder mit oder ohne Krönchen herein- und herauslaufen.

Und dann muss Oma Karin heute doch noch aufs Eis. Aber ohne Schlittschuhe. Ihre Tochter bringt die rüstige 77-Jährige sicher zu dem "Thron", einem Sessel, auf dem sie Platz nimmt fürs Foto. Die Aufregung ist spürbar, hier in der Eishalle, schließlich ist nicht mehr viel Zeit bis zur Aufführung.

Das Eismärchen feiert am Freitag, 9. Dezember, 18 Uhr, Premiere in der Eissporthalle Dinslaken. Weitere Aufführungen: 10. Dezember (13 und 18 Uhr), 11. Dezember (12 und 17 Uhr), 17. Dezember (13 und 18 Uhr), 18. Dezember (12 und 17 Uhr). Infos und Tickets unter www.eistheater.de oder Tel. 02064 70001.

(sg)
 
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