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Dinslaken
Augustastraße: Diskussion ums Parken

Dinslaken: Augustastraße: Diskussion ums Parken
Die Parksituation auf der Augustastraße in Dinslaken ist morgen Thema im Ausschuss für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr. FOTO: aha
Dinslaken. Politiker forderten Entschärfung der Situation auf dem Teilstück zwischen Gertruden- und Wilhelminenstraße. Anwohner berichteten von Unfällen und abgefahrenen Spiegeln. Die Stadt beurteilt die Lage anders.

Wer hier parkt, klappt vorsichtshalber den Seitenspiegel ein. Man weiß ja nie. Auf dem kleinen Stück Augustastraße zwischen den Einmündungen Gertruden- und Wilhelminenstraße ist das Parken auf der Fahrbahn erlaubt. Zu Hauptverkehrszeiten wird es hier oft eng - bei Gegenverkehr aus Richtung Bundesstraße 8 warten die Autos hinter den parkenden Wagen. Es staut sich.

Die Linke hat die Verwaltung gebeten, die Situation in dem Bereich sowie an der - trotz Parkverbots - unübersichtlichen Einmündung Adelgardweg zu entschärfen. Auch die anderen Fraktionen haben sich im September bei der Besichtigung der Situation vor Ort mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Parken an der Stelle zu verbieten. Morgen steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr. Die Empfehlung der Verwaltung lautet: Alles so lassen.

Bei dem Ortstermin gemeinsam mit Vertretern der Verwaltung, Anwohnern und Polizei vertraten die meisten Kommunalpolitiker die Ansicht, dass der Bereich eine Unfallgefahr darstelle. Teilweise würden die Autofahrer mit erhöhter Geschwindigkeit fahren und auch bei Gegenverkehr in dem Bereich kaum abbremsen. Die Anwohner berichteten von Unfällen und abgefahrenen Seitenspiegeln. Dem widerspricht die Verwaltung. In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörde, des Straßenbaulastträgers und der Stabsstelle Stadtentwicklung hat man das Thema noch einmal diskutiert. Nach den Zahlen der Polizei heißt es, sei in dem Bereich "keine Unfallhäufung durch die jetzige Parksituation bekannt".

Die Unfälle, von denen die Anwohner berichtet hatten, lägen Jahre zurück (vier Unfälle zwischen Januar 2013 und September 2015) - oder seien nicht gemeldet worden. Vielmehr würde die Parkregelung in dem Bereich zur Entschleunigung des Verkehrs beitragen.

"Durch umsichtiges Fahren und gegenseitige Rücksichtnahme kommen hier auch zwei Fahrzeuge im Gegenverkehr gleichzeitig an den parkenden Fahrzeugen vorbei, so dass der Verkehrsfluss in der Regel gewährleistet ist", so die Verwaltung in ihrer Stellungnahme.

Ohnehin würden zu viele Autofahrer auf der Augustastraße zu schnell fahren. "Diese Überschreitungen wären ohne den ruhenden Verkehr auf der Fahrbahn noch häufiger und würden noch höher ausfallen." Denn dann gäbe es in Fahrtrichtung B 8 nach der Mittelinsel an der Emmastraße eine lange, gerade Strecke ohne Einengungen.

Im Übrigen seien die Anwohner auf die Parkplätze angewiesen, der Parkdruck sei ohnehin hoch.

(aha)
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